Person joggt durch einen Wald.

Spenden für Bedürftige: Dr. Leonhardt setzt sich in vielfältigen Projekten ein

„Wenn jeder ein bisschen seiner Zeit und seines Geldes spenden würde, könnten wir vieles erreichen“, sagt Dr. med. dent. Christian Leonhardt. Der Zahnarzt aus Ausgburg setzt sich in vielfältigen Projekten dafür ein, Spenden für Menschen zu sammeln, die sie dringend benötigen: Ob Geldspenden für ein Hospiz, Stammzelltypisierungen oder Zahnrettungsboxen an Schulen – helfen kann jeder auf vielfältige Weise. Für sein Engagement erhält Dr. Leonhardt die Auszeichnung Dr. Pro Bono.

Dr. Leonhardt, in welcher Form setzen Sie sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl ein?

Portraitfoto
Dr. Leonhardt ist Zahnarzt und Dr. Pro Bono.

Ich habe mehrere Projekte. Zum einen engagiere ich mich in einem von mir und Freunden gegründeten Verein: Unterwegs gegen Krebs e.V. Dort sammeln wir seit vielen Jahren Spenden für ein Kinderkrebshospiz und andere bedürftige Mitmenschen. Dies tun wir durch viele sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel jonglierend den Berlin-Marathon laufen oder quer durch den Bodensee schwimmen und dann noch einmal mit dem Rad quer durch Baden-Württemberg fahren, oder oder oder.

Ein weiteres Projekt nennt sich „Gemeinsam Leben schenken“. Das ist ein von mir ins Leben gerufene Projekt mit dem Ziel, Stammzelltypisierungen für z. B. Leukämieerkrankte in Studentenstädten durchzuführen. An meiner Alma Mater in Würzburg konnten wir damit innerhalb von ein paar Jahren mehr als 10.000 Studenten typisieren. Mein Wunsch ist es, dass dies auch in anderen Städten Schule macht.

Dann gründete ich 2017 das Zahnunfallzentrum Augsburg und Schwaben. Das Ziel unserer Arbeit ist, die Folgen von Unfällen mit Zahnschäden bestmöglich zu versorgen. Ein wichtiger Punkt bei Zahnunfällen ist es, mit verlorenen Zähnen oder Zahnfragmenten richtig umzugehen und sie aufzuheben. Um die Schulen im Umlad dabei zu unterstützen, habe ich sie aus eigenen Mitteln mit Zahnrettungsboxen versorgt.

Zudem engagiere ich mich im Lionsclub Augsburg in mehreren Projekten ehrenamtlich und verschenke viele Prophylaxeutensilien und alte Behandlungseinheiten für Ärzte, Praxen und Schulen in Kenia.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich tätig?

Ich engagiere mich seit mehr als 15 Jahren; seitdem ich 19 bin.

Warum engagieren Sie sich in dieser Form?

Ich engagiere mich ehrenamtlich, weil es erstens es gut tut, anderen zu helfen und weil dabei so vieles zurückkommt. Außerdem erfüllt es mich, wenn ich meine Energie für Mitmenschen einsetze und meinen möglichen Teil dazu beizutragen kann, unsere Welt besser zu machen.

Planen Sie in Zukunft noch andere ehrenamtliche Projekte?

Ja natürlich! Es gibt so viele Dinge, die es noch zu verbessern gilt: Zahnerhaltung in Entwicklungs- und Schwellenländern oder Ausbildung von Prophylaxekräften.

Wo wäre aus Ihrer Sicht ehrenamtliche ärztliche Arbeit noch wichtig?

Wir sind Zahnärzte und uns geht es überdurchschnittlich gut in unserer Berufsgruppe. Wenn jeder nur ein bisschen seiner freien Zeit und seines Gewinns spenden oder sich in ehrenamtliche Projekte einbringen würde, könnten wir vieles gemeinsam effektiver erreichen und einiges erleichtern!

 

Beitragsbild: Gemilang Sinuyudhan/unsplash