Speiseröhrenerkrankungen

Was sind die häufigsten Speiseröhrenerkrankungen?

Speiseröhrenerkrankungen sind Krankheiten, die direkt mit der Speiseröhre zusammenhängen. Die Speiseröhre ist ein Organ, das den Pharynx mit dem Magen verbindet. Sie ist etwa 25 cm lang.

Zu den häufigsten Erkrankungen der Speiseröhre zählt man:

  • Gastroösophagealer Reflux ist ein Zustand, bei dem der Mageninhalt während der pathologischen Öffnung in die Speiseröhre gelangt. Ein solcher Reflux kann Sodbrennen, Husten oder Heiserkeit verursachen oder überhaupt keine Symptome verursachen.
  • Ösophagitis ist eine Entzündung der Speiseröhre. Ösophagitis kann mit einer Reizung der Speiseröhre infolge von Reflux oder einer Infektion verbunden sein.
  • Ösophagusgeschwür: Bei einem Geschwür der Speiseröhre bildet sich eine Erosion in der Schleimhaut der Speiseröhre. Dies ist häufig die Ursache für chronischen Reflux.
  • Verengung der Speiseröhre: Chronische Reizung durch Reflux ist eine häufige Ursache für Ösophagusstrikturen.
  • Achalasie der Speiseröhre ist eine seltene Krankheit, bei der sich der untere Schließmuskel der Speiseröhre nicht entspannt. Schluckbeschwerden und Aufstoßen von Nahrungsmitteln sind die häufigsten Symptome der Krankheit.
  • Speiseröhrenkrebs ist eine schwere Krankheit, die jedoch nicht so häufig ist. Risikofaktoren für die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs sind Rauchen, Alkoholismus und chronischer Reflux.
  • Krampfadern der Speiseröhre: Bei Menschen mit Zirrhose können sich die Venen in der Speiseröhre ausdehnen und können lebensbedrohliche Blutungen verursachen.

Welche Symptome treten bei Speiseröhrenerkrankungen auf?

Erkrankungen der Speiseröhre können sich mit Symptomen manifestieren, die in keiner Weise mit dem Verdauungstrakt zusammenhängen. Zum Beispiel kann bei dem gastroösophagealen Reflux Angina pectoris (Anfälle von plötzlichen Brustschmerzen) auftreten.

Ein weiteres Symptom ist chronische Tracheitis (Trachealentzündung) und Bronchitis (Entzündung der Bronchien). Die Hauptursache für Probleme mit den Bronchien ist stagnierende Nahrung in der Speiseröhre, die normalerweise nachts, wenn sich eine Person längere Zeit in horizontaler Position befindet, in die Atemwege fließt und dort Entzündungen verursacht.

Welche Diagnose-Methoden gibt es?

Die Methoden zur weiteren Diagnose von Erkrankungen der Speiseröhre sind individuell:

  • Ösophagogastroduodenoskopie: Während dieses Vorgangs wird ein flexibler dünner Schlauch mit einer Kamera am Ende (Endoskop) durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt.
  • Röntgenuntersuchung mit vorläufiger Verabreichung von Präparaten, die Barium enthalten.
  • Biopsie: Ein Verfahren zur Diagnose von Erkrankungen der Speiseröhre, bei dem man eine endoskopische Gewebeprobe aus der Speiseröhre entnimmt, die dann unter einem Mikroskop untersucht wird.

Wie lassen sich Speiseröhrenerkrankungen behandeln?

Die Behandlung hängt davon ab, welche spezifische Krankheit vorliegt. Folgende Behandlungsmethoden gibt es:

  • Entfernung der Speiseröhre: Das ist eine chirurgische Operation, die bei Speiseröhrenkrebs angezeigt ist.
  • Bei Erweiterung der Speiseröhre wird ein spezielles Gerät in die Speiseröhre eingeführt, wodurch sich der Speiseröhrenring, die Struktur und andere Formationen ausgedehnt werden, die das Schlucken behindern.
  • Bandagierung von Krampfadern der Speiseröhre: Dieses Verfahren erfolgt endoskopisch und besteht darin, Krampfadern der Speiseröhre mit einem gummiartigem Gerät zu entfernen.

 

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