Speiseröhrenentzündung

Was bedeutet Speiseröhrenentzündung?

Die Speiseröhrenentzündung, auch medizinisch eosinophile Ösophagitis genannt, ist eine allergische Erkrankung. Sie geht mit einem chronischen Entzündungsprozess der Ösophaguswand einher. Die Erkrankung konnten Wissenschaftler erst vor Kurzem identifizieren.

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein Muskelschlauch, der durch seine Bewegung den Durchgang der Nahrung vom Rachen zum Magen ermöglicht. Die durch eosinophile Ösophagitis verursachte Entzündung dieses Organs ist durch eine dichte Infiltration von eosinophilen Leukozyten gekennzeichnet. Diese ist ihrerseits meist an allergischen Erkrankungen wie saisonaler Rhinitis, atopische Dermatitis oder Asthma bronchiale beteiligt.

Im Allgemeinen gehören diese Leukozyten zur Struktur bestimmter Organe des Verdauungstraktes, die Speiseröhre bleibt jedoch unter normalen Bedingungen frei von ihnen. Diese Pathologie tritt normalerweise in jedem Alter auf (obwohl die Symptome von einem Alter zum anderen variieren).

Wie kommt es zu einer eosinophilen Oesophagitis?

Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen der Speiseröhrenentzündung und einer Nahrungsmittelallergie. Durch die Eliminierung allergener Faktoren (entweder Nahrungsmittel oder Umweltstoffe wie Pollen) aus der Ernährung oder nach einer Behandlung mit antiallergischen Medikamenten gehen die Symptome nachweislich zurück.

Lebensmittelallergien stellen Krankheitsbilder dar, die sich sowohl durch die Einnahme bestimmter Lebensmittel als auch durch den Kontakt mit bestimmten Substanzen entwickeln können, die eine unzureichende Immunantwort im Organismus auslösen. Trotz der Tatsache, dass die Nahrungsmittel, die diese Allergie hervorrufen, sehr vielfältig und bei vielen Patienten nicht sicher bekannt sind, ist es doch erwiesen, dass diese Allergie mit sehr häufigen Inhaltsstoffen in der Ernährung, wie Kuhmilch, Weizen, Eiern, Hülsenfrüchten oder Soja, sowie mit luftübertragenen Allergenen wie Gräser- und Olivenpollen usw. in Verbindung zu bringen ist.

Was sind Kennzeichen einer Speiseröhrenentzündung?

Das bedeutendste Symptom dieser Erkrankung ist eine anhaltende Entzündung der Speiseröhre, die wiederum zu Fehlfunktionen dieses Organs führt. Darüber hinaus kann sie in einigen Fällen den Anschein einer Verengung der Speiseröhre selbst hervorrufen, die die Nahrungsaufnahme erschwert. Daher sind die Hauptsymptome dieser Pathologie:

  • Schluckbeschwerden (Dysphagie),
  • zwischenzeitliche „Verstopfung der Nahrung“ in der Speiseröhre (Nahrungsmittel-Impaktion),
  • Kinder unter zwei Jahre: Verweigerung oder Unverträglichkeit der Nahrungsaufnahme und Erbrechen.
  • Kinder zwischen zwei und acht Jahren: Erbrechen, Brennen, Bauch- oder Brustschmerzen, zusammen mit Gewichtsverlust oder Wachstumsverzögerung.
  • im Erwachsenenalter: Schluckbeschwerden.

Diagnose einer Oesophagitis

Heutzutage gibt es nur zwei Möglichkeiten, diesen Zustand zu diagnostizieren: die Endoskopie und die Ösophagus-Biopsie. Im ersten Fall handelt es sich um ein Verfahren, mit dem der Facharzt sehen kann, welche Vorgänge im Inneren der Speiseröhre ablaufen, während der zweite Fall nicht nur die Beobachtung erlaubt, sondern die Entnahme und anschließende Analyse von Gewebeproben aus diesem Organ unter dem Mikroskop beinhaltet. Diese Nachweisverfahren führen in der Regel zwei Spezialisten durch: die Endoskopie von einem Gastroenterologen und die Analyse der Proben von einem Pathologen.

Wie behandeln Ärzte die allergische Entzündung der Speiseröhre?

Da es keine Heilung für diese Pathologie gibt, besteht die Behandlung darin, die Symptome, die sie hervorrufen kann, zu lindern. Üblicherweise kommen hier Steroide, die die Entzündung reduzieren, zum Einsatz. Darüber hinaus versucht der behandelnde Arzt festzustellen, welches Nahrungsmittel die Allergie hervorgerufen hat, um sie aus der Ernährung zu eliminieren.

Da nicht genau bekannt ist, welche spezifischen Nahrungsmittel eine eosinophile Ösophagitis verursachen können, basiert die Behandlung normalerweise auf Diäten, die als „empirisch“ festgelegt sind. Das bedeutet die Eliminierung potenziell allergieauslösender Nahrungsmittel und die Beobachtung der Reaktion des Patienten. Experten schätzen, dass diese Diät in 75 Prozent der Fälle wirksam ist.

Prognosen zum Krankheitsbild

Da diese Erkrankung in den letzten zwei Jahrzehnten immer häufiger aufgetreten ist, ist sie noch recht unbekannt, so dass ihre langfristigen Folgen nicht spezifiziert werden können. Sicher ist jedoch, dass die Entzündung, wenn sie andauert, zu einer Verengung der Speiseröhre führen kann, die sich mit der Zeit verlängert.

Schließlich ist zu beachten, dass es keine Studien gibt, die eine Verbindung zwischen der eosinophilen Ösophagitis und dem Speiseröhrenkrebs herstellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer weit verbreiteten Umwandlung in eine Allergie.

 

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