Soziotherapie

Was ist die Soziotherapie?

Die Soziotherapie beinhaltet eine Reihe von Motivationsmethoden, welche die Behandlung von psychisch schwer kranken Menschen verbessern sollen, indem sie optimale Bedingungen für ihre Kommunikation schaffen.

Dabei bezieht sich die Soziotherapie auf eine Reihe von Methoden der Psychotherapie, bei denen der Schwerpunkt auf den Auswirkungen auf psychiatrische Patienten aus einem gesunden sozialen Umfeld, angemessenen zwischenmenschlichen Beziehungen und angemessenen Verhaltensmustern anderer liegt. Dies sind zum Beispiel Gruppentherapie, Soziodrama (Rollenspiel-Variante), Ergotherapie sowie die Schaffung optimaler Bedingungen für die Kommunikation der Patienten und ihre Beschäftigung.

Welche Bedingungen sind wichtig für die Umsetzung dieser Therapieform?

Die Durchführung einer Soziotherapie beinhaltet die Umsetzung der folgenden Bedingungen:

  • Bildung, wenn möglich, eines „normalen“, freundlichen und offenen Krankenhausumfelds;
  • flexiblere Organisation der unvermeidlichen Einschränkung der Freiheit;
  • Strukturierung und Organisation des Tages in einer psychiatrischen Einrichtung (Arbeitszeit und Freizeit unterscheiden sich voneinander);
  • Bereitstellung von Möglichkeiten für Treffen in informellen und therapeutischen Gruppen;
  • Orientierung der Patienten nach außen;
  • Sicherstellung von Kontakten zu Verwandten;
  • Bereitstellung von regelmäßigen Ferien und Spaziergängen.

Der Patient sollte nach Möglichkeit zur Selbstversorgung motiviert sein. Dabei muss er jedoch damit rechnen, dass seine Hilfe mehr Zeit benötigt und nicht so effektiv ist, wie er es sich wünscht. Darüber hinaus identifizieren sie spezifische Aktivitäten, die auf dem Konzept der Soziotherapie basieren: Ergotherapie, Beschäftigungstherapie, Rehabilitation, Heimtraining usw.

Welche Besonderheiten hat die Soziotherapie?

Die Soziotherapie fördert das Interesse des Patienten an einem normalen, gesunden, zu allem, was nicht mit der Krankheit verbunden ist. Sie beschäftigt sich mit dem Maße, in dem der Patient seine Reaktionen auf unsichere, informelle, allgemeine Situationen mit alltäglichen, bestimmten und banalen Reaktionen lernt und überprüft.

Gleichzeitig ist Soziotherapie in der Regel häufig eine kaum beeinflussbare Behandlungsgrundlage, während Psychotherapie und Somatotherapie (Sammelbezeichnung für die körperlichen Behandlungsverfahren in der Psychiatrie) methodisch spezifisch sind und sich nach der Art der Erkrankung und den theoretischen Konzepten richten. Psychotherapie und Somatotherapie schließen einander nicht aus, sondern ergänzen sich im Rahmen der Soziotherapie.

 

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