Sensorische Integration (SI)

Was ist Sensorische Integration?

Die sensorische Integration ist eine Anpassungsreaktion, die dazu dient, eine bestimmte Handlung auszuführen, eine geeignete Position des Körpers einzunehmen usw. Wenn sensorische Signalverarbeitungsstörungen auftreten, treten Störungen in der motorischen, kognitiven Entwicklung sowie in den Verhaltenseigenschaften auf.

Ziel der sensorischen Integrationstherapie ist es, die Verarbeitung sensorischer Reize durch das Zentralnervensystem zu stärken, auszugleichen und zu entwickeln.

Was sind Anzeichen der SI-Verletzung?

Die SI-Verletzung hat zahlreiche Symptome:

  • übermäßige oder unzureichende Empfindlichkeit gegenüber taktilen, visuellen und akustischen Reizen sowie Bewegungen;
  • Überempfindlichkeit gegen Geräusche, gegen Licht;
  • Schwierigkeiten beim Lernen des Schreibens und Lesens;
  • Lernschwierigkeiten beim Fahrradfahren;
  • niedrige Toleranzschwelle gegenüber der Nähe einer anderen Person;
  • zu hohe oder zu niedrige motorische Aktivität, Störungen des Muskeltonus;
  • schlechte motorische Koordination (diese Probleme können große oder feinmotorische Fähigkeiten betreffen);
  • motorische Ungeschicklichkeit;
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität;
  • Müdigkeit;
  • Verweigerung sozialer Kontakte;
  • verzögerte Sprachentwicklung, motorische Entwicklung sowie Lernschwierigkeiten;
  • schlechte Organisation in allen Lebensbereichen, mangelnde Planung.

Sensorische Integration: Wem ist eine Therapie empfohlen?

Die sensorische Integrationstherapie wird für Kinder mit psycho-emotionaler Entwicklungsverzögerung und für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, insbesondere Kinder mit Autismus-Störung, empfohlen, bei denen häufig sensorische Verarbeitungsstörungen auftreten.

Die Technik eignet sich besonders gut zur Korrektur des Down-Syndroms. Es hilft dem Kind nämlich, seine Sinnesempfindungen allmählich zu interpretieren und sich an neue anzupassen. Diese Technik wird auch notwendigerweise bei der Behandlung von Kindern mit Cerebralparese verwendet.

Welche Methoden kommen bei der sensorischen Integrationstherapie zum Einsatz?

Oft verwendet man einen integrierten Ansatz, um die sensorische Integration zu verbessern. Unter ihnen:

  • Übungen zur taktilen Stimulation: Entwicklung der Füße, Hände, Körperoberfläche, Gesicht;
  • Übungen zur visuellen Stimulation: Übungen mit hellen Objekten oder umgekehrt, Sitzungen mit gedämpftem Licht;
  • Geruchsstimulation: Diese Art der Therapie erfolgt mithilfe von Stimuli unterschiedlicher Stärke, je nach individuellen Merkmalen;
  • Stimulation des Vestibularapparates: Für diese Art der Therapie ist es notwendig, den Patienten in Bewegung zu setzen.
  • Aromatisierung – eine Technik, die je nach Bedarf auf verschiedenen Geschmacksreizen basiert.

Der Stimulationsunterricht findet mehrmals täglich statt, in den meisten Fällen zwei bis drei Mal.

Die Übungen können komplizierter werden, können Elemente des Trainings einführen, um die motorischen Fähigkeiten und die Körperkoordination zu verbessern, je nach individuellem Ergebnis.

 

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