Sensomotorische Übungsbehandlung

Was ist eine sensomotorische Übungsbehandlung?

Die sensomotorische Übungsbehandlung ist ein System aus körperlichen Übungen und Spielen, das auf die Entwicklung der sensomotorischen Integration abzielt – die Fähigkeit des Gehirns, Informationen aus den Sinnen zu kombinieren und zu verarbeiten. Die sensomotorische Übungsbehandlung trägt zur Integration aller Sinne bei.

Bei einer guten sensorischen Integration gelangen Informationen aus allen Sinnesorganen in das Gehirn. Hier findet die sensorische Ordnung statt, damit eine Person angemessen auf eingehende Reize reagieren und der Situation entsprechend handeln kann. Es gibt sensible Informationskanäle wie: Vestibularorgan (Gleichgewichtsorgan), Tastsinn.

Diese Systeme bilden sich bereits in der Gebärmutter und dienen als Grundlage für die Entwicklung solcher Wahrnehmungssysteme wie Hören, Sehen und Riechen. Die Entwicklung der wichtigsten Sensibilitätskanäle ist ein obligatorisches Stadium der geistigen Entwicklung des Menschen.

In welchen Fällen wird die sensomotorische Übungsbehandlung angewendet?

Die sensomotorische Übungsbehandlung eignet sich für Kinder ab zwei Jahren und:

  • für Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung und für Kinder, die Schwierigkeiten haben, motorische Fähigkeiten zu erlernen (Fahrrad fahren, Malen, Schreiben, Schnürsenkel binden usw.);
  • für Kinder, die unerwünschte Verhaltensäußerungen aufweisen (Aggression, Wutanfälle, Negativität, Erregbarkeit usw.) sowie Ablenkung und Nachlässigkeit zeigen.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Speziell entwickelte sensomotorische Übungen, die auf Muskeln, Haut und andere Rezeptoren einwirken, bringen die notwendigen Teile des Nervensystems ins Spiel. Alle Übungen werden in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt. Je nachdem, wie sich das Kind normal entwickeln soll: vom Liegen auf dem Rücken bis zum selbständigen Gehen. Bei der sensomotorischen Übungsbehandlung handelt es sich um Spiele, bei denen eine spezielle Ausrüstung zum Einsatz kommt: Schaukeln in verschiedenen Formen und Größen, Rutschen, Trampoline und viele andere Geräte.

Was passiert bei der sensomotorischen Übungsbehandlung?

Die Übungen finden in einem speziellen Raum statt, in dem das Kind verschiedene Empfindungen wahrnehmen kann, die für die Reifung des Nervensystems erforderlich sind. Während des Unterrichts ist das Kind so aktiv wie möglich, es wählt die Bewegungen aus, die es jetzt benötigt. Genau diese Bewegungen tragen zur Bildung der sensorischen Integration bei.

Der Therapeut ist in diesem Moment in der Nähe und interagiert aktiv mit dem Kind in seinem Spiel. Während des Unterrichts wechseln sich die spontanen Bewegungen des Kindes mit den Bewegungen des Therapeuten ab. Einschließlich der Bewegungen im allgemeinen Spiel. Eine solche Interaktion eines Erwachsenen und eines Kindes durch das Spiel fördert die Entwicklung von Emotionen, vielfältigem Denken und bewusster Sprache.

 

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