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Seborrhoische Dermatitis

Was ist seborrhoische Dermatitis?

Die seborrhoische Dermatitis (oder seborrhoisches Ekzem) ist eine Hauterkrankung, die sich durch Rötung und Schuppung vorwiegend im Gesicht manifestiert. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung, bei der Läsionen in Schüben auftreten. Sie entwickeln sich in Bereichen, in denen die Talgsekretion am wichtigsten ist. Das Ekzem ist gutartig und nicht ansteckend, aber chronisch. Da die Läsionen sichtbar sind, kann die seborrhoische Dermatitis darüber hinaus die Lebensqualität des Betroffenen beeinträchtigen.

Die seborrhoische Dermatitis betrifft rund 5 von 100 Menschen. Männer sind häufiger als Frauen betroffen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursache ist unbekannt, aber Experten vermuten, dass ein mikroskopisch kleiner Pilz (Pityrosporon ovale oder Malassezia furfur) in einem bestimmten immunallergischen Terrain eine Rolle spielt und eine Entzündungsreaktion auslöst. Andere Faktoren können zu seinem Auftreten beitragen:

  • natürlich fettige (oder seborrhoische) Haut oder kutanes Auftragen von fettigen Substanzen (z. B. Sonnenöl) oder Lotionen auf Alkoholbasis;
  • unzureichende persönliche Hygiene;
  • chronischer Alkoholmissbrauch;
  • Einwirkung von Feuchtigkeit und Hitze, oder umgedreht: sehr kalten Temperaturen ausgesetzt sein;
  • starkes Schwitzen;
  • Stress, Müdigkeit oder Überarbeitung;
  • Fettleibigkeit;
  • Schwangerschaft.

Tatsächlich ist es wahrscheinlich, dass es sich um eine Krankheit handelt, die eine Störung des Immunsystems widerspiegelt. Diese eher lästige als ernste Krankheit können Ärzte wirksam behandeln, vorausgesetzt, dass sie konsequent behandelt und den Anweisungen des Arztes Folge geleistet ist.

Symptome des seborrhoischen Ekzems

Die seborrhoische Dermatitis ist ein Ausbruch von roten Flecken oder Plaques, die mit weißen oder gelblichen, mehr oder weniger juckenden, fetthaltigen Schuppen bedeckt sind, die in talgdrüsenreichen Gebieten vorherrschen. Im Gesicht sind betroffene Regionen: Nasen- und Lippenfurche, Augenbrauenwurzel, Kopfhaut (in 95 % der Fälle betroffen), Nasenflügel, Ohrmuschel, äußere Gehörgänge. Am Rumpf gibt es beim Menschen häufig zwei Bereiche: das Brustbein und die Region zwischen den beiden Schulterblättern.

Auf den betroffenen Hautregionen kann Juckreiz, manchmal sogar ein brennendes Gefühl, insbesondere auf der Kopfhaut, auftreten. Abgesehen von Hautausschlägen kann die Haut entweder ihr normales Aussehen wiedererlangen oder leicht gerötet und empfindlich für Reibung oder irritierende Produkte bleiben.

Seborrhoische Dermatitis: Diagnose

Zur Diagnosestellung genügt eine Untersuchung durch Ihren Dermatologen (Hautarzt), spezifische Tests sind nicht erforderlich, außer bei sehr ausgedehnter Dermatitis. Andere Hauterkrankungen sollten mit der seborrhoischen Dermatitis nicht verwechselt werden:

  • Psoriasis (eine chronische Hautkrankheit, die durch erythematöse schuppende Läsionen gekennzeichnet ist), die das Aussehen einer seborrhoischen Dermatitis im Gesicht annehmen kann;
  • Atopische Dermatitis, die trockene Haut, rote Flecken und starken Juckreiz verursacht;
  • Oberflächliche Pemphigus, die manchmal ein irreführendes Bild ergeben;
  • Avitaminose B2 (massiver Vitamin B2-Mangel), Zinkmangel kann zu einem vergleichbaren Bild führen.

Entwicklung der Erkrankung

Die Entwicklung der seborrhoischen Dermatitis ist chronisch mit Aufflammen im Winter, manchmal unterbrochen von Emotionen, Stress, Angstzuständen, Depressionen oder Unwohlsein, dem Menstruationszyklus bei Frauen. Bei Männern bildet sich das seborrhoische Ekzem auf der Stirn mit der Zeit und mit dem Fortschreiten der Kahlheit am Kopf zurück. Beim Rasieren werden oft Läsionen am Bart und Schnurrbart entfernt.

Wie behandeln Ärzte die seborrhoische Dermatitis?

Die Behandlung der seborrhoischen Dermatitis zielt sowohl auf die Verringerung der Anzahl der Hefepilze, als auch auf die Bekämpfung der Entzündung und der übermäßigen Talgsekretion (Seborrhoe) ab. Selbst wenn es juckt, kratzen Sie nicht an den Läsionen, das macht es nur schlimmer und Ihre Haut brüchiger.

Wichtig ist es zudem, die Hinweise des Arztes zu den verschriebenen Produkten zu beherzigen: Einwirkzeit, Menge. Waschen Sie sich nach jeder Anwendung der Behandlungen gründlich die Hände. Verwenden Sie zwischen den Schüben Produkte, die sanft und an Ihre Haut angepasst sind. Spülen Sie Ihre Haut oder Kopfhaut gut ab und reiben Sie sich nicht zu sehr ein, um sich abzutrocknen.

 

Bildnachweis: nastya_gepp | Pixabay

 

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