Neurodermitis: schwere Formen

Was sind schwere Formen der Neurodermitis?

Ein Ekzem kann beispielsweise allein in einer Ellenbeuge auftreten. In sehr schweren Fällen der Neurodermitis kann es sich jedoch auf die ganze Haut ausbreiten. Normalerweise passiert das jedoch nicht an einem Tag. Unter Umständen entwickeln schwere Formen der Neurodermitis einen so starken Schub, dass die ganze Haut von Kopf bis Fuß dunkelrot wird und wirklich unerträglich juckt.

Das Ekzem kann sich zu einer akuten Entzündung der gesamten Haut steigern, bis hin zum Nässen, wenn sich die aufgekratzte Haut noch bakteriell infiziert. Fieber weist dann auf eine allgemeine Infektion hin und der ist zu Hause nicht mehr beizukommen. So schwere Formen der Neurodermitis muss man Krankenhaus behandeln lassen.

Schwere Neurodermitis und Herpes

Gefährlich kann auch die Infektion der abwehrgeschwächten Haut mit dem Herpes-Virus werden. Im Extremfall schießen gruppenweise bis zu erbsengroße Bläschen auf, um sich möglicherweise auf den ganzen Körper zu verteilen. Auch dieses „Ekzema hepeticatum“ muss unbedingt im Krankenhaus behandelt werden. Bei Herpes handelt es sich um eine sogenannte „Schmierinfektion“; das bedeutet, Herpesviren breiten sich aus und werden übertragen, indem infizierte Haut gesunde Hautflächen berührt.

Schon vorsorglich sollten Mütter mit neu ausgebrochenem Herpes deshalb vorsichtig mit ihren Säuglingen umgehen. Das Baby sollte Herpes-infizierte Stellen nicht direkt berühren, um das Infektionsrisiko gering zu halten.

Neurodermitis nimmt mit dem Alter ab

Mit den Jahren beruhigt sich normalerweise auch die Neurodermitis. Von 100 Neurodermitikern sind etwa 95 weitgehend erscheinungsfrei, wenn sie erst mal über 30 Jahre alt sind. Trotzdem bleibt Hautpflege weiterhin sinnvoll, schließlich soll man das Schicksal nicht unnötig provozieren. 

 

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