Brandverletzungen: Schwerbrandverletzte

Was sind Schwerbrandverletzte?

Brandverletzungen werden in vier Schweregrade eingeteilt. Schwerbrandverletzte haben die Grade 3 und 4. Die Verletzungen reichen mindestens in das Unterhautfettgewebe, was meist eine Hautverpflanzung erforderlich macht.

Eine Brandverletzung ist eine Schädigung des Weichgewebes, die normalerweise durch hohe Temperaturen, Chemikalien, elektrischen Strom oder Sonnenlicht verursacht wird.

Welche Arten der Brandverletzung gibt es?

Je nach Tiefe der Gewebeschädigung unterscheiden Experten vier Arten:

  • Eine Brandverletzung von Grad 1 ist durch Rötung und Schwellung der Haut, Brennen und Schmerzen im betroffenen Bereich gekennzeichnet. Nach vier bis fünf Tagen werden ein Abschälen der Haut und eine Erholung festgestellt.
  • Eine Brandverletzung von Grad 2 ist von Blasen auf der geröteten und geschwollenen Haut begleitet, die mit einer klaren gelblichen Flüssigkeit gefüllt sind. Die verbrannte Stelle der Haut ist stark schmerzhaft. Entfernen sich die Blasen, ist eine schmerzhafte Oberfläche von leuchtend roter Farbe sichtbar. Bei günstigem Verlauf ohne Eiterung heilt die Verbrennung innerhalb von 10-15 Tagen narbenfrei ab.
  • Verbrennungen 3. Grades kann die Haut über ihre gesamte Dicke schädigen oder alle Hautschichten schädigen. Auf der Haut bildet sich ein grauer oder schwarzer Schorf. Abgestorbene Hautteile werden nach und nach abgetrennt, Eiterung wird bemerkt, es bildet sich eine langsam heilende Wunde. In diesem Fall sind auch Atemwegserkrankungen, Kohlenmonoxidvergiftungen und andere bei der Verbrennung freigesetzte toxische Substanzen möglich.
  • Verbrennungen 4. Grades sind von Verkohlung der Haut und tiefen Schäden an Muskeln, Unterhaut und Knochen begleitet. Die Heilung erfolgt sehr langsam. Anstelle tiefer Verbrennungen bilden sich meist grobe Narben.

Wie behandeln Ärzte Schwerbrandverletzte?

Brandverletzungen des 3. und 4. Grades werden in einem Krankenhaus behandelt. Dem Patienten werden Anästhetika und Beruhigungsmittel verschrieben. Man soll spezielle Verbände mit therapeutischen Salben auf den betroffenen Hautbereich auftragen. Bei Brandverletzungen, die mit einer Hautnekrose einhergehen, und bei einer Schädigung des Knochengewebes wird eine Transplantation des eigenen Gewebes durchgeführt.

Wenn es unmöglich ist, eigenen Ressourcen mit Verbrennungen und starken Blutungen zu nutzen, setzten Ärzte ein Transplantat ein – Gewebe einer anderen Person. Wenn die Brandverletzung deutlich abgeschwächt ist, können Operationen zur Entfernung abgestorbenen Gewebes und die plastische Operation der Haut durchgeführt werden, bevor entzündliche Reaktionen auftreten.

 

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