Schweiß

Schweiß ist allgegenwärtig

Man bildet mindestens einen halben Liter Schweiß am Tag – ohne es aber wahrzunehmen. Auch wenn man nicht sichtbar schwitzt, also die Tropfen herunterrinnen, produziert der Körper diese Flüssigkeit. Ordnungsgemäß durch den Schweiß feucht gehalten und durch den hauteigenen Talg geschmiert, bleibt die Haut geschmeidig und elastisch. Reiner Schweiß ist partout nicht schmutzig, sondern vielmehr klar und geruchlos.

Wie kommt es zu Körpergeruch?

Gerüche können erst dann entstehen, wenn der Schweiß lange auf der Haut und in der Kleidung bleibt, weil er nicht verdunsten kann. Dann nisten sich unerwünschte Bakterien darin ein und zersetzen ihn – unter anderem zu übelriechenden Produkten.

Körpergeruch ist erst einmal nichts schlechtes, auch wenn die Hersteller von Deodorants dies seit Jahr und Tag predigen. Unangenehm wirkt allenfalls dramatisch vernachlässigte Körperpflege.

Schweiß als Lockmittel

Der richtige Körpergeruch ist dagegen bedeutsam: Mutter Natur hat eigens spezielle Duftdrüsen in die Haut eingebaut. Sie befinden sich in der Achselhöhle, an Brustwarzen, Geschlechtsorganen und am After. Sie nehmen die Arbeit erst mit der Geschlechtsreife auf. Dann sondern sie ein grauweißliches oder leicht gelbliches Sekret dort ab, wo die Haare aus der Haut heraustreten.

Die leichte Duftnote dieses Sekrets lässt sich kaum bewusst wahrnehmen. Dafür ist das Unterbewusstsein umso empfänglicher: Der sanfte Geruch gibt sexuelle Impulse, ohne dass das wache Bewusstsein eingreifen kann – eine zugegeben recht spezielle Funktion der Haut, diese Beihilfe zur Arterhaltung.

 

Autor

Dr. med. Johannes Müller

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Hausarzt / Hausärztin
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie
Schweißbildung, übermäßige (Hyperhidrose)