Schröpf-Behandlung

Was ist eine Schröpf-Behandlung?

Die Schröpf-Behandlung ist ein alternativmedizinisches Behandlungsverfahren zur körperlichen Entgiftung durch eine Art von Eigenblutbehandlung. Mit einer Saugglocke auf der Haut wird dabei das Blut ins Gewebe gesogen. Dadurch sollen Schlacken (abgelagerte Säuren und Gifte) aus dem Gewebe abtransportiert werden.

Darüber hinaus sollen die speziellen Saugglocken bei der Schröpf-Behandlung mithilfe von Glasgefäßen „schmutziges“ Blut aus dem Blutkreislauf abpumpen. Dies fördere die lokale Durchblutung.

In welchen Fällen wird diese Methode angewendet?

  • akute pulsierende Schmerzen
  • Infektionskrankheiten
  • Allergien
  • hoher Blutdruck
  • Krampfadern
  • Verdauungsstörungen
  • Erkältungen
  • Furunkel, Akne und Juckreiz
  • Ischias
  • Parästhesie (unangenehme, aber primär nicht schmerzhafte Körperempfindung)
  • Gicht
  • Epilepsie
  • Seh- und Hörprobleme
  • Erkrankungen des Urogenitalsystems
  • Gehirnblutung
  • Hämorrhoiden
  • gynäkologische Erkrankungen
  • Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane
  • allgemeines Unwohlsein, chronische Müdigkeit, Depression

Wie wird die Schröpf-Behandlung durchgeführt?

Zunächst werden flache Schnitte in Form von Kratzern auf die Haut eines Patienten gemacht. Darauf platziert man anschließend die Saugglocken. Infolgedessen entsteht ein Vakuum und das „schmutzige“ Blut wird aus den Kapillargefäßen gezogen. Die speziellen Saugglocken sorgen für eine schnelle, fast schmerzfreie und effiziente Blutentnahme. Sie haften an einer wunden Stelle, die Luft erwärmt sich und stimuliert das Füllen der Blutgefäße mit Blut, das von den Hautschnitten freigesetzt wird. Die Schröpf-Behandlung verläuft in folgenden Schritten:

  • ein Patient nimmt eine bequeme Haltung an;
  • Aufbringen eines Antiseptikums;
  • Durchstechen der Haut an bestimmten Stellen um zwei bis fünf Millimeter;
  • Einreiben des Körpers mit Pflanzenöl;
  • Befestigen von speziellen Saugglocken;
  • Entfernen der Saugglocken am Ende der Blutung;
  • Anlegen eines sterilen Verbands;
  • 20 bis 30 Minuten soll ein Patient ruhig liegen.

Während einer Sitzung scheidet der Körper etwa 700 bis 800 Gramm Blut aus. Die Blutentnahmepunkte werden in Abhängigkeit von der Erkrankung, der Schwere der Erkrankung und dem allgemeinen Wohlbefinden der Person ausgewählt. Grundsätzlich befinden sich Saugglocken zwischen den Schulterblättern. Die Rötung des Körpers nimmt bereits am zweiten oder dritten Tag ab und die charakteristischen Spuren verschwinden innerhalb von sieben bis zehn Tagen.

Welche Gegenanzeigen gibt es für die Schröpf-Behandlung?

  • Hypotonie (chronisch niedriger Blutdruck);
  • Blutgerinnungsstörungen;
  • Herzkrankheit;
  • Anämie (Blutarmut);
  • virale Hepatitis;
  • Kachexie (krankhafte, sehr starke Abmagerung);
  • psychische Störungen;
  • Schwangerschaft;
  • Menstruation;
  • Alter unter 18 Jahren und nach 65 Jahren;
  • drei Tage vor der Sitzung soll man keine Massage in Anspruch nehmen;
  • am ersten Tag nach der Schröpf-Behandlung ist es verboten, Schwimmen zu gehen oder eine Sauna zu besuchen;
  • vor und nach der Schröpf-Behandlung soll man keine alkoholischen Getränke trinken.

 

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Entgiftung / Entschlackung