Schnupfensprays

Was sind Schnupfensprays?

Wenn der Schnupfen mal wieder so richtig nervt, und wenn man ihn gerade überhaupt nicht gebrauchen kann, weil gerade ein wichtiges Meeting oder ein Bewerbungsgespräch auf dem Terminplan steht, kann man die triefende Nase mit speziell schleimhautabschwellenden Tropfen bekämpfen. Diese Schnupfensprays sind dafür gedacht, im akuten Fall die Nase zu befreien.

Aber Vorsicht, über längere Zeit sollte man sie nicht einnehmen, denn sie könnten die Nasenschleimhaut schädigen. Tabletten können ebenfalls zu Nebenwirkungen führen, indem sie bei einigen, wenigen Menschen den Blutdruck gefährlich stark erhöhen. Sie sind also keinesfalls für längere Zeit gedacht oder für Menschen mit zu hohen Blutdruck.

Wie wirken Schnupfensprays?

Die abschwellenden Nasentropfen haben eine stark zusammenziehende Wirkung auf die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Die Durchblutung wird innerhalb von wenigen Minuten geringer, dadurch lässt die Schleimproduktion nach. Schnupfensprays wirken etwa acht Stunden lang. Gefährliche Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Aber man muss unbedingt darauf achten, dass man die Tropfen oder das Spray nicht länger als eine, höchstens zwei Wochen nimmt. Sonst gewöhnt sich die Schleimhaut daran und die Blutgefäße reagieren nicht mehr darauf. Noch schlimmer: Nicht nur die Wirkung lässt nach, es kann sogar ein gegenteiliger Effekt eintreten.

Welche Risiken gibt es?

Wenn nach einer längeren Einnahme das Mittel abgesetzt wird, schwillt die Nasenschleimhaut erst recht an. Das Ergebnis: Dauerschnupfen und eine permanent verstopfte Nase, die man nie wieder loswird. Man ist also süchtig nach Nasentropfen. Schlimmstenfalls sind die Blutgefäße so stark geschädigt, dass die Nasenschleimhaut abstirbt und eitrig zerfällt. Der bakterielle Befall zersetzt schließlich die Schleimhaut unter starker Geruchsentwicklung. Mediziner nennen das eine „Stinknase“.

Wenn die Erkältung mit den Allgemeinsymptomen nicht in spätestens zwei Wochen vorüber ist oder sich Atemschmerzen, Schüttelfrost, starke Ohrenschmerzen oder ein steifer Nacken entwickeln, muss unbedingt ein Arzt weiterhelfen.

 

Autor:

Dr. med. Johannes Müller

 

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