Schmerztherapie: TENS

Was ist die TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)?

Die Schmerztherapie bedeutet die Behandlung von Schmerzen durch die Verwendung schmerzlindernder Methoden. TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) ist eine Elektrotherapie, die eine Blockierung der Schmerzübertragung in den Nerven durch Reizung mit Reizströmen erreicht. Die TENS-Therapie ist eine über die Haut durchgeführte elektrische Nervenstimulation. Sie wird angewendet, um die Kontraktionsfähigkeit der betroffenen Nerven und Muskeln wiederherzustellen und Schmerzen neurologischen oder posttraumatischen Ursprungs zu beseitigen.

Was bewirkt diese spezielle Therapie?

Die TENS-Therapie lindert Muskelverspannungen, regt die lokale Durchblutung an und verbessert die Sauerstoffversorgung des Gewebes. Sie kommt aktiv in der Sportmedizin im Rahmen der Rehabilitation nach Verletzungen und intensiven Trainings zum Einsatz. Die schmerzhemmende Wirkung setzt nach fünf bis 20 Minuten ein. TENS lässt sich alternativ oder zusätzlich zur herkömmlichen Schmerztherapie anwenden. Wenn die Elektrostimulation keine therapeutische Wirkung hat, ist eine zusätzliche ärztliche Untersuchung erforderlich.

In welchen Fällen wird TENS angewendet?

Die transkutane Neurostimulation wird als eigenständige Anästhesiemethode in folgenden Fällen eingesetzt:

  • Schmerzen in Gelenken, Muskeln und Knochen;
  • erhöhter Schmerzempfindlichkeit der Haut;
  • Schmerzen in den inneren Organen und zur Muskelentspannung oder Schmerzlinderung;
  • Wiederherstellung der Muskelkraft ohne Belastung der Gelenke und der Frakturzone;
  • Aufrechterhaltung des Funktionszustands der Muskeln;
  • Behandlung des akuten und chronischen Schmerzsyndroms;
  • Rationierung der Muskulatur;
  • Neurorehabilitation;
  • Sportmedizin.

Wie lange dauert diese Therapie?

Die Dauer des Verfahrens variiert zwischen einer halben Stunde und mehreren Stunden. TENS ist eine nicht-invasive Methode, bei der elektrischer Strom von einem speziellen Physiotherapiegerät (Neurostimulator) über kleine Drähte auf die an der Haut befestigten Elektroden übertragen wird. Das Gerät verfügt über mehrere Programme für unterschiedliche Wirkungsbereiche. Diese Methode ist in der Physiotherapie und in der Leichtathletik weit verbreitet.

Hochfrequente TENS aktiviert die Mechanismen der Schmerzhemmung des Nervensystems. Elektrische Impulse von Elektroden, die sich auf der Haut oberhalb des Schmerzherdes befinden, regen die Nerven an, die Schmerzsignale in Richtung Gehirn zu blockieren. Der Schmerz ist somit nicht wahrnehmbar. Niederfrequentes TENS stimuliert die Freisetzung von Endorphinen, was einen anästhetischen Effekt verursacht. Der Anästhesieprozess macht sich vor allem während der Stimulation bemerkbar und setzt sich nach dem Ende des Eingriffs fort.

Welche Gegenanzeigen gibt es für die Transkutane Elektrische Nervenstimulation?

  • Vorhandensein von onkologischen Formationen (Krebserkrankungen)
  • Vorhandensein von infizierten Hautverletzungen
  • Schwangerschaft
  • Dekompensation chronischer Krankheiten

 

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