Schlafmedizin

Die Schlafmedizin ist ein Bereich der Medizin, der sich mit der Erforschung menschlicher Krankheiten aus der Sicht der Somnologie (Schlafforschung) beschäftigt. Die Schlafmedizin ist eine zusätzliche Weiterbildung und umfasst die Erkennung, Klassifikation und Behandlung von Störungen der Schlaf-Wach-Regulation sowie Schlafstörungen.

Was macht die Schlafmedizin genau?

Das Konzept der Schlafmedizin umfasst einerseits die Diagnose und Behandlung von Schlafstörungen. Andererseits ist bekannt, dass der Schlaf einen Einfluss auf die Entwicklung vieler menschlicher Krankheiten hat. Daher kann die Untersuchung in Bezug auf den Schlafzustand neue Möglichkeiten bieten, die Mechanismen der Krankheitsentwicklung und letztlich ihrer Behandlung zu verstehen.

Mit welchen Beschwerden befasst sich die Schlafforschung?

Im Allgemeinen gibt es zwei Hauptbeschwerden, die Menschen mit Schlafstörungen dazu bewegen, zum Arzt zu gehen: Einerseits sind es direkte Schlafstörungen in der Nacht, andererseits sind es Tageszustände, die durch Schlafstörungen verursacht werden, wie Müdigkeit, Lethargie und Nervosität.

Hauptsächlich geht es hierbei um Themen, wie beispielsweise:

  • Schlafentzug und Schlaferhaltungsstörungen
  • tägliche Müdigkeit
  • Schnarchen und Schlafapnoe-Syndrom
  • Parasomanie (Schlafwandeln, Nachtschrecken, etc.)
  • Schlafstörungen
  • Epilepsie und Schlaf
  • Schlafstörungen bei Kindern
  • Schlaf und Stress
  • Schlaf und Nerven-, Geistes- und Körperkrankheiten

Bei Schlafstörungen und damit verbundenen Symptomen sollte man sich zunächst an seinen Hausarzt wenden. Er erfasst in einem ausführlichen Gespräch die Krankengeschichte. Dazu gehören u.a.:

  • Schlafmuster
  • Schlafplatz
  • mögliche Ursachen für Schlafstörungen
  • Ernährung
  • Sozial-, Finanz- und Familiensituation
  • Vorerkrankungen
  • Medikamenteneinnahme
  • Alkohol- und Nikotinkonsum