Schlafdiagnostik (Polysomnographie)

Was ist die Polysomnographie?

Die Polysomnographie ist eine instrumentelle Methode zur Diagnose, die es ermöglicht, verschiedene Schlafstörungen zu diagnostizieren, im Anfangsstadium zu erkennen sowie die Entwicklung schwerer Störungen des Gehirns, des Herzens und des damit verbundenen Stoffwechsels zu verhindern.

Diese Forschung ist eine Langzeitüberwachung verschiedener physiologischer Funktionen während des Schlafs. Die Polysomnographie ermöglicht die Diagnose von Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologischen Störungen wie beispielsweise unwillkürliche Bewegungen der Gliedmaßen während des Schlafes (Restless-Legs-Syndrom), Bruxismus (unwillkürliche Bewegung der Kaumuskulatur, verursacht Zähneknirschen während des Schlafes) und Nachtepilepsie (Muskelkrämpfe während des Schlafs oder zum Zeitpunkt des Erwachens).

Was sind Indikationen für die Schlafdiagnostik?

  • Beschwerden über Schnarchen oder Atemstillstand im Schlaf. Atemstillstand – ein Syndrom der obstruktiven Schlafapnoe – kann bei Erkrankungen der HNO-Organe (wie vergrößerte Rachenmandeln, Polypen, Mandelentzündung oder Krümmung des Nasenseptums) beobachtet werden
  • übermäßige motorische Aktivität im Traum (häufige Änderung der Körperhaltung, unwillkürliche Bewegungen der Gliedmaßen usw.)
  • Schlafstörungen: Einschlafstörungen, die die Gesamtschlafdauer und die Schlafqualität beeinträchtigen
  • übermäßige Schläfrigkeit am Tag, verminderte Aufmerksamkeitskonzentration, Müdigkeit
  • nächtliche Ängste, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Zähneknirschen im Traum
  • depressive Störungen

Wie wird die Polysomnographie durchgeführt?

Die Schlafdiagnostik liefert Informationen über die Ursachen von Schlafstörungen, den Zustand der Atemwege, des Gehirns und der Muskeln. Die Untersuchung erfolgt in speziell ausgestatteten Schlafkabinen, in denen Herzfunktion, Atemstillstand, Hypoxie, Nervenleitung und Muskelverspannungen acht bis neun Stunden lang aufgezeichnet werden.

Während der  Polysomnographie schläft der Patient. Unterdessen findet die Aufzeichnung von verschiedenen Parametern statt. Mit speziellen Sensoren werden EEG (Elektroenzephalographie), Elektrookulographie (Aufzeichnung der Augenbewegung), EMG (Elektromyographie) sowie die Sauerstoffsättigung (Blutsauerstoffsättigung) aufgezeichnet und kontinuierlich aufgezeichnet.

Was sollte man bei der Polysomnographie beachten?

Die Mess-Elektroden, sind an der Oberfläche des Körpers angebracht. Das Verfahren ist absolut schmerzfrei und sicher. Da das Anlegen der Elektroden durchschnittlich 40 Minuten dauert, beginnt die Untersuchung ungefähr eine Stunde, bevor der Patient normalerweise zu Bett geht. Der Zustand und die Signalaufzeichnung des Patienten werden die ganze Nacht über von einem Arzt überwacht. Den ganzen Tag vor dem Studium sollte ein Patient nicht:

  • schlafen;
  • Alkohol, Tee und Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke trinken;
  • Beruhigungsmittel und Schlaftabletten einnehmen.

 

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