Schilddrüsenkrankheiten bei Kindern

Was sind Schilddrüsenkrankheiten bei Kindern?

Die Schilddrüsenkrankheiten bei Kindern sind durch Erkrankungen gekennzeichnet, deren Ursache Störungen der Schilddrüse sind. Diese Störungen äußern sich in ihrer Hyperaktivität oder umgekehrt in der unzureichenden Intensität ihrer Funktion.

Das endokrine System wird in den ersten zwölf bis 14 Wochen der Entwicklung des Fötus bei einer Person gebildet. Dabei beeinflussen alle Pathologien (hauptsächlich immun) der Mutter dessen Bildung und Weiterentwicklung.

Welche Schilddrüsenkrankheiten bei Kindern unterscheidet man?

Wenn die Schilddrüse aufgrund der Erkrankung deutlich vergrößert ist, wird bei dem Kind Kropf (Struma) diagnostiziert. Diese Erkrankung kann angeboren oder erworben sein. Aufgrund ihrer Natur kann man den Hormonspiegel im Blut messen, was bei allen Neugeborenen im Alter von zwei Tagen geschieht. Kropf kann die Folge einer Störung der Hormonproduktion sein. Entweder in unzureichenden oder übermäßigen Mengen, die für den menschlichen Körper gleichermaßen schädlich sind und eine medizinische Anpassung erfordern.

In einigen Fällen kann das Pendred-Syndrom bei Kindern festgestellt werden. Innerhalb der Schilddrüsenkrankheiten bei Kindern handelt es sich hierbei um eine schwere Erbkrankheit, bei der der angeborene Kropf mit einer Taubheit einhergeht.

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Wenn die Schilddrüse nicht genug Hormone produziert, diagnostizieren die Ärzte eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion). Die Symptome des Krankheitsverlaufs bei Kindern und Jugendlichen sind spezifisch: Gelbsucht, Appetitverlust, Verstopfung, Verdauungsstörungen sowie charakteristisches heiseres Weinen, schwere geistige Behinderung und Kretinismus. Die Hauptbehandlung für Kinder ist die Hormonersatztherapie, die den Mangel an Substanzen im Körper ausgleichen soll.

Während sich eine Hypothyreose entwickelt, ist bei dem Kind ohne angemessene Behandlung das Wachstum gebremst und die Entwicklung der Gliedmaßen beeinträchtigt. Anzeichen der Krankheit bei Jugendlichen sind:

  • die späte Pubertät;
  • langsame Sprache;
  • heisere Stimme;
  • trockene Haut;
  • Haarausfall (Alopezie);
  • Gewichtszunahme.

Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

Wenn die Schilddrüsenfunktion übermäßig ist, wird bei dem Kind eine Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) diagnostiziert. Bei Neugeborenen handelt es sich meist um einen diffus toxischen Kropf, eine von der Mutter geerbte Krankheit. Die Krankheit kann unangenehme Folgen in Form eines frühen Verschlusses der Fontanelle und einer geistigen Behinderung haben. Daher wird besonderes Augenmerk auf die rechtzeitige Diagnose bei Kindern in den ersten Lebenstagen gelegt. Hyperthyreose ist auch gefährlich für die werdende Mutter und führt zu spontanen Schwangerschaftsabbrüchen oder Frühgeburten.

Die Krankheitssymptome für das Kind in den ersten Lebenstagen sind:

  • ausbleibende Gewichtszunahme;
  • Appetitlosigkeit;
  • Bluthochdruck (Hypertonie) und schneller Puls;
  • Verdauungsstörungen.

Ein charakteristisches äußeres Symptom der Hyperthyreose ist das Glotzauge, das sowohl bei Säuglingen als auch bei erwachsenen Patienten, deren Schilddrüse zu intensiv arbeitet, beobachtet wird. Die Standardtherapie bei Hyperthyreose umfasst Medikamente, dessen Wirkungen im menschlichen Körper darauf abzielen, die Funktionen der Schilddrüse zu korrigieren.

 

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