Sarkom

Was ist ein Sarkom?

Ein Sarkom ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen bösartigen Tumor, der sich aus verschiedenen Arten von Bindegewebe bildet. Insbesondere bei Kindern sind sie häufig durch fortschreitendes, sehr schnelles Wachstum gekennzeichnet. Dieses Verhalten von Sarkomen erklärt sich durch die beschleunigte Entwicklung von Binde- und Muskelgewebe in jungen Jahren.

Warum entwickelt sich ein bösartiger Tumor?

Die Hauptursache für diese Erkrankung ist noch nicht bekannt. Zu den Faktoren, die die Entwicklung des Sarkoms begünstigen, zählen u. a.:

  • das Vorhandensein ungünstiger Lebensgewohnheiten (einseitige Ernährung; in der Umgebung; z. B. Rauchen, Alkohol);
  • häufige und lange Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung);
  • erbliche Veranlagung;
  • Autoimmunprozesse im Körper und hormonelle Störungen;
  • Infektion mit bestimmten Arten von Viren (HIV, Herpes, Hepatitis (entzündliche Erkrankung der Leber)).

Wie äußert sich ein Sarkom?

Das Krankheitsbild wird maßgeblich von der Lokalisation des Tumors und seinen Eigenschaften bestimmt. Die Hauptsymptome sind:

  • Schmerzen an der Stelle des Wachstums der Formation, die entweder intensiv oder mäßig sein können;
  • starke Müdigkeit, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit;
  • geschwollene Lymphknoten;
  • visuelle Definition eines Tumors, der über die Körperoberfläche hinausragt;
  • verminderte Funktion der betroffenen Gewebe und Störungen anderer innerer Organe während der Metastasierung (Streuung);
  • die Möglichkeit der Palpation (Abtasten).

Welche Arten gibt es?

Sarkome sind nach Herkunft geordnet in:

  • Sarkom, das aus Knochengewebe gebildet wird – Osteosarkom, Ewing-Sarkom;
  • Sarkome, die aus Weichteilen gebildet werden – Fibrosarkom.

Je nach Differenzierungsgrad der Zellen gibt es:

  • Gering differenzierte Sarkome unterscheiden sich in weniger bösartiger Natur mit geringem Metastasierungsgrad.
  • Hoch differenzierte Sarkome sind durch schnelles Wachstum, massive Metastasierung und hohe Malignität gekennzeichnet.
  • Mäßig differenzierte Sarkome.

Wie diagnostiziert und behandelt der Arzt?

Die Hauptuntersuchungsarten für Sarkome sind Röntgenuntersuchung, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT). Bei einem Weichteilsarkom werden eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomographie (CT) und eine Biopsie durchgeführt.

Die Hauptbehandlung bei Sarkomen ist eine chirurgische Operation. Die Strahlentherapie wird zusammen mit der chirurgischen Operation eingesetzt. Eine Chemotherapie verordnen Ärzte zur Behandlung von Weichteilsarkomen in späteren Stadien, wenn sich Metastasen gebildet haben. Nur in diesem Fall kann man die günstigste Prognose der Krankheit erhalten und in Zukunft Rückfälle vermeiden.

 

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