Salmonellose

Was ist Salmonellose?

Salmonellose ist eine Art von Lebensmittelvergiftung, die durch Salmonellenbakterien verursacht wird (Bakterien, die normalerweise im Darm von Tieren und Menschen leben und mit dem Stuhl ausgeschieden werden). Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Reptilien neben Vögeln die Hauptüberträger der Salmonellose.

Die WHO stellt fest, dass die Salmonellose „eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten nahrungsmittelbedingten Krankheiten“ ist. Sie fügt hinzu: „Die meisten Fälle von Salmonellose sind mild, obwohl die Krankheit manchmal zum Tod führen kann“.

Wodurch entsteht diese Art der Lebensmittelvergiftung?

Alle Lebensmittel können mit Salmonella-Bakterien infiziert werden, wenn sie von einer infizierten Person mit schmutzigen Händen gehandhabt werden. Oder wenn das Lebensmittel mit anderen kontaminierten Lebensmitteln in Kontakt kommt. Hierbei spricht man von einer „Kreuzkontamination“.

Im Allgemeinen infizieren sich die meisten Menschen durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel. Da es sich um eine Darminfektion handelt, findet sich das Bakterium auch im Stuhl infizierter Menschen, sodass die persönliche Hygiene während und nach der Erkrankung besonders wichtig ist, da das Nicht-Händewaschen nach dem Toilettengang und dem Umgang mit Lebensmitteln die Quelle von Infektionen bei anderen Menschen sein kann.

Welche Symptome treten bei einer Salmonellose auf?

Laut WHO verursacht das Bakterium in den meisten Fällen eine Darminfektion, ohne die anderen Abwehrmechanismen des Körpers zu überwinden. Die Symptome sind relativ mild und die Patienten erholen sich ohne spezifische Behandlung. In einigen Fällen, insbesondere bei Kleinkindern und älteren Menschen, kann die krankheitsbedingte Dehydrierung jedoch schwer und lebensbedrohlich sein.

Symptome können zwischen sechs und 72 Stunden nach der Einnahme von Salmonellen auftreten. Die Krankheit dauert in der Regel zwischen zwei und sieben Tagen. Die Symptome können umfassen:

  • abdominale Empfindlichkeit oder Schmerzen;
  • Kältegefühl;
  • Durchfall;
  • Fieber;
  • Muskelschmerzen;
  • Übelkeit;
  • Erbrechen.

Die Empfehlungen von Experten zur Linderung der Symptome umfassen das Trinken von viel Flüssigkeit, um den Körper vor Austrocknung zu schützen sowie kleine, fettfreie Mahlzeiten zu essen.

Wie kann man einer Salmonellose vorbeugen?

Die WHO rät zur Kontrolle auf allen Stufen der Nahrungskette, von der landwirtschaftlichen Produktion bis zur Lebensmittelverarbeitung, -herstellung und -zubereitung, sowohl in gewerblichen Einrichtungen als auch in Haushalten. In Haushalten beginnt die Prävention mit einer guten Nahrungsmittellagerung und setzt sich fort mit Aspekten wie Händewaschen vor dem Kochen und dem Tragen von Handschuhen beim Umgang mit Haustierabfällen.

Diagnose und Behandlung

Die Gefahr der Erkrankung hängt von den eigenen Faktoren des Wirtes und dem betreffenden Salmonellenstamm ab. Zur Bestätigung einer Salmonellenvergiftung kann eine Kultur einer Stuhlprobe des Betroffenen angelegt werden. Nach dem Nachweis der Erkrankung können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine Einstufung zu ermöglichen und festzustellen, welche Art der Behandlung am besten geeignet ist. Man kann auch eine vollständige Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens durchführen, um jede andere Pathologie auszuschließen.

In schweren Fällen erfolgt die Behandlung symptomatisch und besteht darin, die durch Erbrechen und Durchfall verloren gegangene Elektrolyte zu ersetzen (zum Beispiel durch die Zufuhr von Natrium-, Kalium- und Chloridionen) und eine Rehydratation durchzuführen.

 

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