Säuglings-Sonographie

Was ist die Säuglings-Sonographie?

Die Säuglings-Sonographie ist die Untersuchung des Säuglings mittels Ultraschall – eine bildgebende Darstellungsmethode ohne radioaktive Strahlung. Hierbei wird mit einem Ultraschallkopf das zu untersuchende Gebiet durchleuchtet und auf einem Bildschirm das Innere dieses Gebietes dargestellt.

Eine solche Untersuchung ist notwendig, um angeborene oder erworbene Defekte sowie Auffälligkeiten in der Struktur und Lage der inneren Organe rechtzeitig zu erkennen. Die Säuglings-Sonographie zielt darauf ab, zu identifizieren oder auszuschließen:

  • angeborene orthopädische Deformitäten wie eine Dysplasie (Fehlstellung) der Hüftgelenke oder Hüftluxation (Verrenkung des Hüftgelenks);
  • Fehlbildungen des Gehirns;
  • Abweichungen von der Norm in Form, Größe, Struktur und Lage der Organe des Verdauungs-, Harn- und Genitalsystems.

Welche Arten des Ultraschalls bei Säuglingen unterscheidet man?

  • Gehirnultraschall (Neurosonographie): Bei einem Kind ist der Schädel erst ab dem zweiten Lebensjahr komplett verschlossen. Somit kann das Gehirn bis dahin durch eine nur mit Gewebe bedeckte Stelle (die Fontanelle) per Ultraschall untersucht werden. Die Neurosonographie ermöglicht den Nachweis von: intrakranieller Blutung (venöse oder arterielle Blutung innerhalb des Schädels), erhöhtem Hirndruck, Missbildungen, zystischen Formationen.
  • Ultraschall der Hüftgelenke: Diese Art der Sonographie führt man bei allen Säuglingen im Alter von ein bis zwei Monaten durch. Sie ermöglicht die Erkennung von Abnormalitäten, die zuvor nicht sichtbar waren, und bietet eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine vollständige Normalisierung des Bewegungsapparates.
  • Ultraschall der Bauchorgane: Ein weiterer Sonographie-Typ für Kinder im Alter von ein bis eineinhalb Monaten. Sie wird durchgeführt, um zu identifizieren: angeborene Krankheiten und Tumoren (Zysten, Tumoren) in der Bauchhöhle; Abweichungen von der Altersnorm in der Entwicklung von Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm und Milz. Abgesehen von der Untersuchung der Bauchhöhle wird eine Ultraschalluntersuchung des Magens (im ersten oder zweiten Lebensmonat) verordnet. Indikationen dafür sind häufiges Aufstoßen und Gewichtsverlust.
  • Ultraschall der Halswirbelsäule ist bei Verdacht auf ein Geburtstrauma bei Kindern bis zu drei Monaten anzuwenden.
  • Echokardiographie (Herzultraschall): Ärzte empfehlen, diese Untersuchung bei allen Kindern im Alter von bis zu einem Jahr durchzuführen. Sie ermöglicht die umfassendsten und zuverlässigsten Informationen über den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems, hilft Veränderungen der Herzmembranen zu identifizieren sowie angeborene Missbildungen und Entwicklungsstörungen zu erkennen.
  • Ultraschall der Beckenorgane: Die Ultraschalluntersuchung des Hodensacks ist indiziert bei Jungen mit Hodenschwund oder Hodenwassersucht. Die Untersuchung wird auch bei Mädchen durchgeführt, um die angeborene Abwesenheit (Aplasie) der Gebärmutter, Eierstöcke und genetische Störungen zu identifizieren.

Worauf muss man bei der Säuglings-Sonographie achten?

Viele Arten von Ultraschalluntersuchungen erfordern keine spezielle Vorbereitung. Es ist allerdings von Vorteil, wenn das Kind während der Untersuchung schläft. Sofern eine Untersuchung der Nieren und der Harnwege geplant ist, sollte man darauf achten, dass die Blase des Kindes zum Zeitpunkt der Untersuchung voll ist. Daher soll das Kind vor der Untersuchung bis zu einem Liter Flüssigkeit trinken.

 

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