Rippenfraktur

Was ist eine Fraktur der Rippe?

Eine Rippenfraktur ist sehr schmerzhaft, aber meist gutartig. Ein Sportunfall, ein Sturz aus großer Höhe, aber auch langanhaltender, starker Husten können zum Bruch einer oder mehrerer Rippen führen.

Wenn die Rippe nach unten in Richtung Lunge gedrückt wird, kann dies mit einem Pneumothorax (Lufteintritt in die Pleura) oder einer Quetschung der darunter liegenden Lunge (Schädigung des Lungengewebes) einhergehen. Bei einer Fraktur sind die Schmerzen immer stark und erschweren das Atmen.

Wer ist für eine Rippenfraktur besonders gefährdet?

Fast jeder kann betroffen sein. In manchen Situationen ist es jedoch wahrscheinlicher, dass es zu einem Rippenbruch kommt:

  • Ausübung einer Sportart, die viel Körperkontakt erfordert und Stürze recht oft vorkommen,
  • Osteoporose und Knochendemineralisierung.

Eine Rippenfraktur bei einem älteren Menschen mit Atemversagen ist eine Risikosituation, die eine sorgfältige Überwachung verdient.

Was sind Symptome einer gebrochenen Rippe?

Akute Schmerzen sind bei einer gebrochenen Rippe systematisch. Sie verhindert die normale Atmung und wird durch Husten verschlimmert. Die Intensität der Schmerzen ist jedoch nicht proportional zum Schweregrad der Fraktur oder der Anzahl der betroffenen Rippen.

Wie diagnostiziert der Spezialist eine Rippenfraktur?

Der Hausarzt kann einen Rippenbruch durch Ertasten vermuten. Das Röntgenbild ist letztlich jedoch die Grundlage der Diagnose. Es zeigt die Fraktur(en), ihre mögliche Verschiebung sowie einen möglichen Pneumothorax (die auf dem Röntgenbild dunkel erscheint) oder eine Lungenkontusion (weissliche Lungentrübung gegenüber dem Bruchbereich). Bei Verdacht auf eine innere Verletzung oder eine komplexe Fraktur kann der Facharzt eine CT-Untersuchung (Computertomographie) verordnen.

Was sind die wichtigsten Behandlungsmethoden bei einem Rippenbruch?

Die Behandlung besteht hauptsächlich in der Einnahme von Schmerzmitteln zur Linderung der Schmerzen und bei isolierten Rippenfrakturen in einer Ruhepause von etwa zehn Tagen.

Die Behandlung hängt von der Größe der Fraktur ab, von der Anzahl der betroffenen Rippen und davon, ob Komplikationen mit Lunge oder Bauchraum vorliegen oder nicht. Die Bildung der Knochenschwiele an der Frakturstelle dauert etwa 4 Wochen. Die Schmerzen bleiben etwa 2 Wochen lang stark.

Eine zirkuläre Bandage (elastische, halbklebende Bänder), die um den gesamten Thorax gelegt ist, kann die Schmerzen lindern. Der Verband wird jedoch manchmal schlecht vertragen. Sie ist bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz nicht indiziert.

In seltenen Fällen:

  • injezieren Ärzte in den Interkostalnerv ein Betäubungsmittel, um die Schmerzen zu lindern.
  • kann eine Punktion der Luft in der Pleura mit einer zwischen zwei Rippen eingeführten Nadel oder Drainage notwendig sein.
  • erfordert eine Lungenquetschung einen Krankenhausaufenthalt zur Überwachung der Atemfunktion und manchmal eine Sauerstofftherapie.

 

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