Rickettsiosen

Was sind Rickettsiosen?

Rickettsiosen sind eine separate Gruppe von übertragenen Infektionskrankheiten, die durch intrazelluläre Parasiten-Rickettsien hervorgerufen werden. Sie sind durch eine Schädigung des Zentralnervensystems und eine allgemeine Vergiftung des Körpers gekennzeichnet.

Bei den Erregern der Krankheit handelt es sich um intrazelluläre Parasiten der bakteriellen Natur der Rickettsie. Der Übertragungsweg der Infektion ist fäkal-oral. Eine Infektion des Menschen tritt mit einem Stich von Zecken, Läusen oder Flöhen sowie in Kontakt mit deren Kot auf.

Was sind Rickettsien?

Rickettsien zählen zu den Mikroorganismen, die die Eigenschaften von Bakterien und Viren kombinieren. Rickettsien haben wie Bakterien Enzyme und eine Zellwand, benötigen Sauerstoff und reagieren empfindlich auf Antibiotika. Sie können wie Viren nur in einer lebenden Zelle leben und sich vermehren.

Rickettsien in der Natur leben im Körper von Zecken, Flöhen und Läusen. Beim Menschen leben sie normalerweise in Zellen, die kleine Blutgefäße auskleiden, wodurch sie sich entzünden, verstopfen oder in das umliegende Gewebe bluten.

Wie äußern sich Rickettsiosen?

Die Inkubationszeit beträgt fünf bis 21 Tage. Das symptomatische Bild der Krankheit kann je nach Art des Erregers sowie der Schwere des fieberhaften Prozesses unterschiedlich sein. Die Hauptsymptome: Fieber, Schwellung des Gesichts, mehrfache Hautausschläge am Körper, Schwäche.

Welche Behandlungsmethoden setzt man bei Rickettsiosen ein?

Eine Rickettsiose ist schnell zu unterdrücken, sofern die Antibiotikabehandlung früh beginnt. Wenn der Patient unter schwerwiegenden Bedingungen keine Antibiotika oral einnehmen kann, können diese intravenös verabreicht werden. In diesen Fällen und im späten Stadium der Erkrankung verschreibt man zusätzlich zum Antibiotikum mehrere Tage lang Kortikosteroide, um die gefährlichen Symptome einer Vergiftung und Entzündung der Blutgefäße zu verringern.

Worin besteht die Gefahr der Rickettsiosen?

In fortgeschrittenen Fällen können Komplikationen auftreten, beispielsweise Lungenentzündung (Pneumonie), Thromboembolie (Verstopfung eines Blutgefäßes), Pankreatitis (Pankreasentzündung), Pleuritis (Entzündung der Lungenpleura) oder Meningoenzephalitis (Entzündung der Membranen und der Hirnsubstanz). Es besteht auch die Gefahr eines chronischen Prozesses.

 

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