Rhinomanometrie

Was ist Rhinomanometrie?

Rhinomanometrie ist ein Messverfahren zur Ermittlung des Luftstroms durch die Nasenhöhle. Es dient zur Ermittlung des Ausmaßes behinderter Nasenatmung. Rhinomanometrie oder eine Untersuchung der Nasenatmung ist ein diagnostisches Verfahren, mit dem Erkrankungen des Nasopharynx (Nasenrachenraum) diagnostiziert und die Durchgängigkeit der Nasenwege beurteilt werden.

Wodurch entsteht eine behinderte Nasenatmung?

Eine Verletzung der Nasenatmung tritt aufgrund von Pathologien der Schleimhaut oder der Knorpelkomponente der Nasenhöhle und des Nasopharynx auf. Infolgedessen sind Patienten gezwungen, durch ihren Mund zu atmen. Die Beeinträchtigung der Nasenatmung geht mit einem erhöhten Widerstand gegen Luftbewegungen während des Atmens einher. Dies äußert sich in einem Gefühl von Verstopfung in der Nase, was zu Schwierigkeiten beim Atmen durch die Nase führt. In solchen Fällen wendet man die Rhinomanometrie an. Die Untersuchung kann den Grad der Verletzung der Nasenatmung objektiv einschätzen und die Ergebnisse der Behandlung überwachen.

In welchen Fällen setzt man die Rhinomanometrie ein?

Rhinomanometrie wird bei der Diagnose folgender Pathologien verwendet:

  • infektiöse Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut);
  • allergische Rhinitis;
  • vasomotorische Rhinitis;
  • Krümmung des Nasenseptums (Nasenscheidewand);
  • Schnarchen;
  • Vorbereitung auf Operationen zur Korrektur eines gekrümmten Nasenseptums und Überwachung der Wirksamkeit der Behandlung in der postoperativen Phase.

Wie wird die Rhinomanometrie durchgeführt?

Eine besondere Vorbereitung vor der Untersuchung, die in sitzender Position erfolgt, ist nicht erforderlich. Für die Rhinomanometrie benutzt man ein spezielles Gerät, das an einen Computer angeschlossen ist. Ein spezieller Drucksensor erfasst dabei Luftdruckschwankungen im Gerät und wandelt sie in ein elektrisches Signal um. Anschließend verarbeitet der Computer dieses Signal und zeigt es in grafischer Form auf dem Monitor an.

Es ist notwendig, in einer bequemen Position zu sitzen, um eine freie Atmung zu gewährleisten (die Brust sollte nicht zusammengedrückt werden). Für das Verfahren führt man einen Sensor in den Nasopharynx oder die Nasenwege ein. In einigen Fällen trägt der Patient eine Maske im Gesicht, die die Nase bedeckt. Anschließend erfolgt die Messung der Geschwindigkeit und des Volumens der durch die Nase eingeatmeten und ausgeatmeten Luft. Die Ergebnisse ermöglichen es, den Zustand der Nasenwege und des Nasopharynx zu beurteilen.

Druck- und Durchflussmessungen erfolgen beim Einatmen und Ausatmen. Während der Rhinomanometrie kann man nicht durch den Mund, sondern nur durch die Nase atmen. Die Gesamtdauer der Untersuchung beträgt ein bis zwei Minuten.

 

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