Rheumatische Erkrankungen

Was sind rheumatische Erkrankungen?

Rheumatische Erkrankungen sind Erkrankungen des Bewegungsapparats und durch Schmerzen sowie eine Verringerung des Bewegungsvolumens und der Funktionen eines oder mehrerer Bereiche des Bewegungsapparats gekennzeichnet. Dabei treten Anzeichen von Entzündung, Schwellung, Rötung und Hitzegefühl im betroffenen Bereich auf. Bei rheumatischen Erkrankungen können auch innere Organe betroffen sein. Die Untersuchung von rheumatischen Erkrankungen erfolgt durch die Rheumatologie.

Rheumatische Erkrankungen treten bei Patienten verschiedener Altersgruppen auf, einschließlich Kindern und Jugendlichen (zum Beispiel Arthritis bei Kindern, Rheuma bei Kindern, rheumatoide Arthritis, Bindehautdysplasie usw.). Die höchste Inzidenz (Anzahl neu auftretender Erkrankungen) liegt jedoch im Erwachsenenalter – 45 Jahre und älter. Einige rheumatische Erkrankungen treten häufig bei Personen eines bestimmten Geschlechts auf: Zum Beispiel ist rheumatoide Arthritis bei Frauen häufiger, aber Gicht und Psoriasis (Schuppenflechte)-Arthritis betreffen in der Regel Männer.

Welche rheumatischen Erkrankungen unterscheidet man?

Rheumatische Erkrankungen verlaufen progressiv, stören die funktionelle Aktivität des Patienten und können zu Behinderungen führen. Es gibt mehr als 200 verschiedene Krankheiten, von verschiedenen Arten von Arthritis bis zu Osteoporose und systemischen Bindegewebserkrankungen. Rheumatische Erkrankungen lassen sich in drei große Gruppen einteilen: Gelenkerkrankungen, systemische Vaskulitis und diffuse Bindegewebserkrankungen.

  • Gelenkerkrankungen sind hauptsächlich durch Arthritis (rheumatoide, psoriatische, gichtartige, reaktive, infektiöse usw.) sowie Osteoarthritis und rheumatische Erkrankungen der periartikulären („um ein Gelenk herumgelegen“) Weichteile gekennzeichnet;
  • die Gruppe von Erkrankungen der systemischen Vaskulitis (Gefäßentzündung) umfasst hämorrhagische Vaskulitis, Morbus Horton, Goodpasture-Syndrom (sehr seltene schwere Autoimmunerkrankung) und Morbus Takayasu;
  • diffuse Bindegewebserkrankungen oder systemische Erkrankungen werden durch systemischen Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte), Sklerodermie, Dermatomyositis, Sharp-Syndrom usw. dargestellt;
  • getrennt in die Klassifikation rheumatischer Erkrankungen fällt Rheuma, bei dem es gleichzeitig zu rheumatischen Läsionen der Gelenke, des Bindegewebes und der Blutgefäße kommt.

Rheumatische Erkrankungen werden als nicht entzündliche Erkrankungen und entzündliche Erkrankungen klassifiziert. Unter den nicht entzündlichen rheumatischen Erkrankungen sind die häufigsten:

  • degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule;
  • Arthrose (Knie, Hüftgelenke, Hände);
  • Osteoporose;
  • Fibromyalgie.

Unter den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen sind die häufigsten:

  • rheumatoide Arthritis;
  • reaktive Arthritis;
  • systemische Bindegewebserkrankungen.

Welche Symptome haben rheumatische Erkrankungen?

Rheumatische Erkrankungen vermutet man bei Vorliegen der folgenden Anzeichen und Symptome:

  • anhaltende Gelenkschmerzen;
  • Schmerzen beim Drücken der Gelenke;
  • Entzündung, die zu Gelenkschwellung, Steifheit, Rötung und / oder Hitze führt;
  • Deformität der Gelenke;
  • eingeschränkte Beweglichkeit und Gelenkfunktion;
  • starke Müdigkeit, Schwäche oder ein Gefühl allgemeiner Krankheit.

Die Basis für die richtige Diagnose ist die immunologische Forschung. Für die Diagnose von rheumatischen Erkrankungen sind zudem Radiographie, Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Szintigraphie (nuklearmedizinische Untersuchung), Arthroskopie und Biopsie weit verbreitet.

Welche Behandlung ist geeignet?

Die Behandlung von rheumatischen Erkrankungen ist ein langer Prozess und besteht aus medikamentöser Therapie, nichtmedikamentösen Methoden, orthopädischer Behandlung und Rehabilitation.

Eine vollständige Heilung rheumatischer Erkrankungen ist nicht möglich. Die Basis für die Behandlung der meisten rheumatischen Erkrankungen sind entzündungshemmende Grundmedikamente und biologische Medikamente.

Solche nicht-pharmakologischen Behandlungen wie Physiotherapie, Balneotherapie, Bewegungstherapie, Akupunktur und Kinesiotherapie können den Zustand von Patienten verbessern. Orthopädische Behandlungen (Orthesen, chirurgische Korrektur der Gelenkfunktion, Endoprothetik) haben sich vor allem in der späten Phase der rheumatischen Pathologie als hilfreich für die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten erwiesen.

 

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