Reizdarm: Osteopathologie

Wie andere alternative Methoden, versucht die Osteopathologie herauszufinden, warum der Patient ein bestimmtes Problem zu einer bestimmten Zeit hat. Es sind die Gründe hinter der Krankheit, die den Osteopathen und die Art wie er den Patienten behandelt, beeinflussen.

Grundsätze der Osteopathologie

Osteopathen glauben, dass die Knochen und Muskeln des Körpers und seine umliegenden Nerven und Blutgefäße mehr als nur das Grundgerüst sind, die die Organe unterstützen. Sie glauben, dass diese Knochen und Muskeln eine gute Gesundheit organisieren mit einem System von Reflexen und Muskelketten. Diese ermöglichen es den Organen, innerhalb des Magens, des Beckens und die Brusthöhle korrekt einzustellen. Wenn dieses unterstützende System überladen oder „missbraucht“ ist, scheitert es und die betreffenden Organe funktionieren nicht richtig. Wenn das zu lange so weitergeht, können Abnormalitäten und Krankheiten auftreten.

Nehmen Sie zum Beispiel den Darm und besonders den Dickdarm. Die Aufgabe des Dickdarms ist, festes Abfallmaterial zu sammeln, es zu halten und zu lagern, während Wasser rückabsorbiert und Mineralien gewonnen werden. Das Passieren dieses Abfallmaterials unten im Darm ist eine vorsichtig kontrollierte Serie von Schritten. Sie ermöglichen es, dass die Verdauung in einer geordneten Art und Weise stattfinden kann.

Der Osteopath kann durch das Nutzen seines Wissens über Anatomie und Psychologie zusammen mit seinem Geschick, das Gewebe und die Muskeln im Rückgrat und im Magen zu fühlen, diagnostizieren und herausfinden, wenn die Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten.

Was passiert bei einer osteopathischen Behandlung bei Reizdarm?

Eine Reihe automatischer Nervenwege existiert zwischen den Organen und den Rückgratgeweben und wieder zurück. Durch den Gebrauch von Manipulation und anderen Techniken kann der Osteopath in diese Reflexwege einbrechen. Er unternimmt den Versuch, das zu ändern oder zu beeinflussen, was im Darm nicht richtig funktioniert. Weil Reizdarm eine Fehlfunktion ist, bei der abnormale Reflexe zu einer abnormalen Tätigkeit im Darm führen, die häufig durch Stress verursacht wird, unternimmt der Osteopath den Versuch, die Beschwerden zu behandeln, in dem er diese Reflexe selbst benutzt.

Er nutzt auch die Tatsache, dass die Unterleibsorgane in einer muskulösen „Schachtel“ eingeschlossen sind: unten bestehend aus dem Beckenboden, oben aus dem Zwerchfell und die Unterleibsmuskeln überall darum. Bei normaler Atmung benachrichtig das Zwerchfell den Darm von oben und die untere Kraft setzt ein während das Zwerchfell die Muskeln des Beckenbodens erreicht hat. Wenn diese Muskeln zu straff oder zu locker sind, vielleicht durch Stress oder durch eine Geburt, findet dieser „Benachrichtigungsprozess“ nicht mehr effektiv statt. Deshalb wird der Osteopath, wenn er Fälle von Reizdarm behandelt, das Zwerchfell und den Beckenboden untersuchen und behandeln wollen.

Auch Osteopathologie schaut über den Tellerrand

Wie andere Anwender wird der Osteopath die Wichtigkeit einer angemessen Ernährung betonen, besonders die Aufnahme von vielen Ballaststoffen und die Entwicklung von geruhsamen Toilettengewohnheiten.

Osteopathologie eignet sich definitiv nicht als Selbsthilfe. Sie sollten sicherstellen, dass der Osteopath, den Sie aufsuchen, eine anerkannte Qualifikation hat. Eine unerfahrene oder unqualifizierte Person könnte viel Schaden anrichten.

 

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