Reiter-Syndrom

Was ist das Reiter-Syndrom?

Das Reiter-Syndrom ist eine Erkrankung, die die Augen betrifft und Bindehautentzündung und/oder Uveitis, die Gelenke, die reaktive Arthritis verursachen, die Harnröhre und, seltener, die Haut, die Haut- und Schleimläsionen verursacht. Einige der betroffenen Bereiche können geschwollen und entzündet sein und dies ist gewöhnlich eine Reaktion auf andere Infektionen, die im Körper vorhanden sind. Dieses Syndrom tritt am häufigsten bei Männern unter 40 Jahren auf.

Wodurch entsteht das Reiter-Syndrom?

Der genaue Ursprung dieser Erkrankung ist nicht bekannt, aber als mögliche Ursachen kommen infrage: Sie kann nach einer Infektion der Harnröhre durch ungeschützten Geschlechtsverkehr       entstehen. Es wird als sekundäres Syndrom zu Krankheiten wie Chlamydien betrachtet. Es kann durch eine Darminfektion aufgrund einer Lebensmittelvergiftung verursacht werden. In diesem Fall tritt sie als Folgeerkrankung von Krankheiten wie Shigella-Infektion (verursacht durch Bakterien, die den Darm befallen) oder Salmonellose auf.

Welche Symptome zeigen sich?

Neben den charakteristischen Symptomen des Reiter-Syndroms sind Urinale diejenigen, die in den ersten Tagen oder Wochen nach Beginn der Infektion auftreten und gekennzeichnet sind durch:

  • Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen, die einen Harnröhrenausfluss bei Männern und Zervizitis bei Frauen hervorrufen;
  • zusätzlich können Zystitis, Hämaturie und Proktitis vorliegen;
  • Schmerzen an der Penisspitze;
  • Schüttelfrost oder erhöhte Harnfrequenz sind ebenfalls häufig.

In den folgenden Wochen können auch leichtes Fieber und Brennen oder Rötung des Auges (Bindehautentzündung) auftreten. Die Augen gehören zu den von diesem Syndrom betroffenen Bereichen. Symptome, die die Gelenke des Patienten betreffen, sind:

  • Schmerzen in den Fersen oder in der Achillessehne:
  • Schmerzen in den tragenden Gelenken, wie Hüfte, Knie, Knöchel oder unterer Rücken;
  • darüber hinaus berichten Patienten oft über Schmerzen auf nur einer Körperseite oder in mehr als einem Gelenk.

Andererseits haben einige Menschen auch nicht-schmerzhafte Geschwüre an der Mundschleimhaut, der Zunge, dem Gaumen, den Lippen oder der Eichel beschrieben. Andere häufige Symptome sind Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit.

Wie beugt man einem Reiter-Syndrom vor?

Die Präventionsmethoden für diese Krankheit lauten wie folgt: Vermeiden von sexuell übertragbaren Infektionen, entweder durch Abstinenz oder durch sicheren Sex. Es wird empfohlen, die Patienten auf Chlamydien oder ähnliche Infektionen zu testen, um zu verhindern, dass sie zum Reiter-Syndrom degenerieren.

Zudem sollte man sich vor dem Essen oder Kochen die Hände waschen und Lebensmittel essen, die sicher genug sind, um Darminfektionen zu verhindern.

Wie diagnostizieren Ärzte diese Krankheit?

Fachärzte haben keine spezifischen Tests zur Diagnose dieses Syndroms. Zu den Tests, die helfen, die Existenz des Syndroms zu bestätigen, gehören jedoch eine Analyse der Risikofaktoren, die mögliche Vorgeschichte eines Patienten mit sexuell übertragbaren Infektionen und eine körperliche Untersuchung, die Anzeichen von Bindehautentzündung oder Hautgeschwüren zeigt.

Zur Vervollständigung der Diagnose führt der Facharzt folgende Tests durch: HLA-B27-Antigen: Hierbei handelt es sich um einen Bluttest, bei dem nach einem bestimmten Protein auf der Oberfläche der weißen Blutkörperchen gesucht wird, das dem körpereigenen Immunsystem hilft, zwischen körpereigenen Zellen und möglichen Fremdstoffen zu unterscheiden. Damit misst man den Grad der Entzündung in bestimmten Bereichen des Körpers.

Wie behandelt man das Reiter-Syndrom?

Die Behandlung dieser Infektion basiert auf der Linderung der von ihr ausgelösten Symptome. Daher muss der Facharzt zunächst den Prozess der Gelenkentzündung und die Vorbeugung von Arthroseanfällen berücksichtigen. In der Regel wird dem Patienten während einer Gelenkentzündung Ruhe verordnet. Tritt dies im Knie auf, empfiehlt sich danach in der Regel der Einsatz von Gehstützen und Krankengymnastik zur vollständigen Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Wenn es sich um eine sexuell übertragbare Infektion wie Chlamydien handelt, bekommt der Patient Antibiotika. Andererseits verschreibt der Facharzt entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente. Die Behandlung mit Steroiden ist nur dann angezeigt, wenn die Entzündung über einen längeren Zeitraum anhält.

Schließlich gibt es bei der Bindehautentzündung keine spezifische Therapie, es sei denn, es treten Komplikationen auf und die Entzündung wird zu einem schwerwiegenderen ophthalmologischen Problem.

 

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