Hirntumoren: Rehabilitation / Nachsorge

Ziele der Rehabilitation nach Hirntumoren

Das Hauptziel der Rehabilitation nach Hirntumoren ist es, die Wiederherstellung der verlorenen Funktionen des Patienten zu maximieren. Zugleich gilt es, ihn in den normalen Alltag zurückzuführen, in dem er sich selbstständig und ohne Hilfe leben kann.

Wenn es nicht möglich ist, verlorene Funktionen wiederherzustellen, werden Maßnahmen ergriffen, um eine Person an neue Fähigkeiten und Einschränkungen anzupassen. Hier gilt es, sich mit einem neuen Körper anzufreunden und sich an ihm anzupassen. Der frühe Beginn der Phase der Nachsorge minimiert das Risiko einer Behinderung.

Hirntumore bilden eine Gruppe von gutartigen oder bösartigen intrakraniellen Neubildungen, deren Entstehung auf einer unkontrollierten Zellteilung beruht.

Welche Rehabilitationsmaßnahmen kommen nach einer Hirntumor-OP zum Einsatz?

Hirntumore sind schwerwiegende Erkrankungen, daher sind in dieser Zeit die Beratung durch einen Psychologen und die Unterstützung von Angehörigen wesentlich. Zur Genesung verordnen Ärzte dem Patienten folgende Rehabilitationsmaßnahmen:

  • Physiotherapie: Die Anwendung ist symptomatisch. Sie hilft gegen Schwellungssyndrom und Schmerzen. Zu den wichtigsten physiotherapeutischen Methoden gehören: Magnetfeldtherapie (bei Schmerzen und Schwellungen), Phototherapie und, sofern Empfehlungen vorliegen, Lasertherapie.
  • Massage: Massage wird für eine schnelle Genesung empfohlen, da mit Hilfe der Massage der Blutabfluss verbessert und die Gelenkmuskelempfindlichkeit erhöht werden kann.
  • Bewegungstherapie ist ein äußerst wichtiger Teil der Rehabilitationsphase. Sie ermöglicht, mit Störungen des Gleichgewichts umzugehen, verlorene Funktionen wiederherzustellen und eine Person an die sich abzeichnenden Einschränkungen anzupassen. Die Übungen werden in den ersten Tagen nach der Operation durchgeführt. Sie werden passiv gehalten (auf dem Bett liegend) und es kommt zu einer allmählichen Erhöhung der Belastung. Wenn keine Kontraindikationen vorliegen, bewegt sich der Patient allmählich in eine aufrechte Position und beginnt, das Gehen wiederherzustellen. Therapeutische Gymnastik steigert den Muskeltonus, trainiert das Herz-Kreislauf- und Atmungssystem.

Im Durchschnitt dauert die Rehabilitationszeit bei täglicher Übung etwa drei bis vier Monate.

 

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