Hüfte: Rehabilitation der künstlichen Hüfte

Was bedeutet Rehabilitation der künstlichen Hüfte?

Die Rehabilitation nach dem Einsatz einer künstlichen Hüfte ist ein integraler Bestandteil der Behandlung. Sie zielt auf die Wiederherstellung des Muskeltonus und der Beinfunktion ab. Die Nachsorge besteht in der Begrenzung der körperlichen Aktivität und in der schrittweisen Durchführung von physiotherapeutischen Übungen (Bewegungstherapie).

Begriffsalternative: Endoprothetik ist der Ersatz eines erkrankten Gelenks durch ein künstliches, wie z. B. des Hüftgelenks.

Etappen der Nachsorge eines künstlichen Hüftgelenks

Die Nachsorge dauert bis zu einem Jahr. Für diesen Zeitraum entwickelt Experten eine Reihe spezifischer Übungen. Die Rehabilitationsphase nach der Operation besteht aus folgenden Etappen.

Die erste Etappe: Das operierte Glied sollte sich in einem funktionellen Ruhezustand befinden, die Bewegungen müssen jedoch ausgeführt werden. Es wird grundsätzlich nicht empfohlen, nach mehreren Tagen Hüftgelenksersatz eigenständig vom Bett aufzustehen. In den ersten ein bis zwei Monaten empfehlen Ärzte, sich mit Hilfe von Hilfsmitteln zu bewegen und gleichzeitig an der Kräftigung der Muskeln zu arbeiten. Der Übungskomplex ist nicht universell, die gleichen Übungen können für einen Patienten geeignet und für einen anderen kontraindiziert sein. Daher kann nur ein Arzt bestimmte Übungen verschreiben.

Es ist notwendig, die motorische Aktivität zu dosieren und die Prothese erst dann voll zu belasten, wenn sie vollständig implantiert ist. Normales Gehen ist nach rund vier bis sechs Monaten möglich. Ziele dieser Frühphase: Verbesserung der Durchblutung im operierten Hüftbereich und Reduzierung der Schwellung.

In der nächsten Phase steigt die Belastung des Gelenks signifikant an. Die Intensität und der Beginn dieses Stadiums, der durchschnittlich nach drei Monaten eintritt, bestimmt jedoch direkt der behandelnde Arzt. Hauptzweck ist es, zum normalen Leben des Patienten zurückzukehren. In dieser Zeit werden Krücken, bei denen frühzeitig Bewegungen ausgeführt wurden, durch einen Gehstock ersetzt, der die nächsten sechs Monate beim Gehen hilft. Zusätzlich bietet der Arzt eine Reihe neuer Übungen an, die durchgeführt werden müssen. Es ist möglich, zu schwimmen, Fahrrad zu fahren und Ski zu fahren. In diesem Fall ist es strengstens untersagt, sich nach vorne zu lehnen. Diese Bewegung wird nur mit Erlaubnis des Arztes möglich sein.

 

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