Refertilisierungs-Operation

Was ist eine Refertilisierungs-Operation?

Die Refertilisierungs-Operation ist eine Operation zur Wiederherstellung der männlichen Fortpflanzungsfähigkeit. Während dieser Operation werden die Samenleiter wieder verbunden, was zum Spermafluss vom Hoden zum Samen beiträgt. Nach einer erfolgreichen Refertilisierungs-Operation fallen die Spermien wieder in den Samen und ein Mann hat die Chance, Kinder zu zeugen.

Die häufigsten Ursachen für eine Refertilisierungs-Operation sind eine Wiederheirat, der Tod eines Kindes oder der Wunsch, ein Kind zu bekommen, weil sich die Lebensumstände geändert haben.

Welche Arten der Refertilisierungs-Operationen gibt es?

Es gibt zwei Arten der Refertilisierungs-Operation: Vasovasostomie und Epididymovasostomie.

Die Vasovasostomie führt man durch, indem die Enden des Samenleiters verbunden werden, um die Empfängnisfähigkeit des Mannes wiederherzustellen. Dies ist eine mikrochirurgische Technik, die normalerweise unter Vollnarkose erfolgt. Auf beiden Seiten des Hodensacks macht man kleine Schnitte. Anschließend entfernt der Arzt das Narbengewebe, welches den Spermiengang blockiert. Daraufhin verbindet er die Enden des Samenleiters.

Wenn die Vasovasostomie erfolgreich ist, erscheinen Spermien nach einigen Monaten wieder in der Samenflüssigkeit. Diese Methode ermöglicht es den Spermien, durch den wiederhergestellten Ejakulationskanal wieder in das Ejakulat einzudringen. Das heißt, eine Frau kann nach einem traditionellen Geschlechtsverkehr schwanger werden. Mit dieser Methode ist es in 45 Prozent der Fälle möglich, die Fruchtbarkeit eines Mannes wiederherzustellen.

Ablauf der Epididymovasostomie

Die Epididymovasostomie ist eine viel komplexere Operation, die große Erfahrung und Fachkenntnisse des Mikrochirurgen erfordert. Bei dieser Operation wird eine Anastomose (natürliche Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder zwischen Nerven) zwischen dem Samenleiter und dem Nebenhodenkanal erzeugt. Auf diese Weise umgeht man die Stelle der Obstruktion (Verstopfung), die den normalen Spermadurchgang erschwert oder unmöglich macht.

Am häufigsten wird eine Epididymovasostomie durchgeführt, indem eine Anastomose zwischen dem Kopf des Nebenhodens und dem angrenzenden Abschnitt des Samenleiters angelegt wird. Die Epididymovasostomie ist eine komplexere Operation als die Vasovasostomie. Sie ist normalerweise angezeigt, wenn eine Vasovasostomie nicht möglich oder wenig Erfolg versprechend ist.

 

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