Querschnittslähmung

Was ist eine Querschnittslähmung?

Die Querschnittslähmung stellt eine vollständige Lähmung beider unterer Gliedmaßen dar. Diese Form der Lähmung kann zentralen Ursprungs sein. Ebenso kann sie aufgrund einer enzephalen (bilaterale parazentrale Lobuli) oder Rückenmarkverletzung (spastischer dorsaler Tabe) entstehen. Oder sie ist peripheren Ursprungs, aufgrund einer Verletzung der Motoneuronen des Rückenmarks (akute Poliomyelitis), oder von Wurzeln und Nerven (Polyradikulitis oder Polyradikoloneuropathie).

Wie manifestiert sich eine Querschnittslähmung?

Im ersten Fall manifestiert sie sich in spastischer Form, das heißt, sie ist verbunden mit einer Zunahme des Muskeltonus und der Sehnenreflexe, mit dem Auftreten pathologischer Reflexe. Im zweiten Fall ist die Lähmung schlaff mit einer Abnahme des Muskeltonus und Verlust der tiefen Reflexe.

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Formen der Lähmung?

Insbesondere die medulläre Querschnittslähmung, die anfänglich mit einer Hypotonie einhergeht, wird allmählich hypertonisch. Sie unterscheidet sich in eine Querschnittslähmung in Streckung (gekennzeichnet durch eine Zunahme des Tonus sowohl der Streck- als auch der Beugemuskeln und eine Zunahme der tiefen Reflexe) und in eine Querschnittslähmung in Beugung (gekennzeichnet durch eine Hypertonie der Beugemuskeln mit einer Abnahme der tiefen Reflexe und einer Zunahme der Reflexe des medullären Automatismus).

Je größer die Anzahl der Rückenmarksegmente in der isolierten Rückenmarksbahn ist, desto häufiger tritt die Flexionsparaplegie auf.

 

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