Punktion des Rippenfells

Was ist eine Punktion des Rippenfells?

Bei einer Punktion des Rippenfells (Pleura) entfernt der Arzt durch das Anstechen mit einer Nadel Flüssigkeit aus dem Spalt zwischen den beiden Rippenfellblättern. Eine Ansammlung von Flüssigkeit führt ansonsten dazu, dass die Ausdehnung der Lunge bei der Atmung durch den Druck der Flüssigkeit behindert ist. Wenn die Flüssigkeitsmenge zunimmt, hat der Patient Atembeschwerden und der Allgemeinzustand verschlechtert sich.

Was sind Indikationen für die Punktion des Rippenfells?

Die Punktion des Rippenfells kann sowohl medizinisch (Flüssigkeitsentfernung) als auch zu diagnostischen Zwecken durchgeführt werden, um die Ursache für das Auftreten von Flüssigkeit in der Pleurahöhle (Spaltraum in der Brusthöhle, umhüllt die Lungen) zu bestimmen.

Die Punktion des Rippenfells kommt bei Patienten zur Anwendung, die an einem Atemversagen leiden, das durch die Ansammlung von Flüssigkeit in der Pleurahöhle verursacht ist. Diese Methode führen Mediziner auch bei Infektionskrankheiten unbekannter Art oder der Unwirksamkeit einer Antibiotikatherapie durch. Die Analyse der Flüssigkeit ist notwendig, um das Stadium des malignen Neoplasmas zu diagnostizieren. Manchmal muss die Flüssigkeit untersucht werden, die bei systemischen Erkrankungen (z. B. Kollagenosen) auftritt.

Die Punktion des Rippenfells für therapeutische Zwecke kommt darüber hinaus zum Einsatz, um Krebspatienten Krebsmedikamente in die Pleurahöhle einzuführen. Diese Punktion findet in der Onkologie statt, um die Folgen der Entstehung des Tumorprozesses in Pleura und Bronchien zu bekämpfen.

Wie wird der Eingriff an der Pleura durchgeführt?

Vor der Punktion des Rippenfells fertigt der Radiologe Röntgenaufnahmen des Brustkorbs an. Typischerweise wird die Punktion in sitzender Position durchgeführt. Die Punktion der Pleura erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung mit einer speziellen Lösung. An der ausgewählten Stelle wird die Brustwand mit einer langsamen, gleichmäßigen Bewegung durchstoßen. Wenn der Pleurainhalt oder die Luft in die Spritze eintritt, wird der Vorschub der Nadel gestoppt. Flüssigkeitsproben für das Labor füllen die Ärzte in sterile Röhrchen ab.

Die Dauer des Eingriffs beträgt ca. 15-20 Minuten. Wenn die Flüssigkeit schlecht entfernt ist, ändert sich die Körperhaltung des Patienten und es wird eine Erhöhung der Abflussgeschwindigkeit erreicht. Nach Abschluss der Punktion behandelt der Mediziner die Punktionsstelle mit einer antiseptischen Lösung.

Was sind Kontraindikationen für die Punktion des Pleura?

Eine Kontraindikation für die Durchführung ist eine Zurückhaltung oder eine entschiedene Ablehnung des Patienten, ein instabiler Zustand des Patienten, eine künstliche Lungenbeatmung und ein Lungenemphysem (Luftüberschuss in den Lungen).

 

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