Punktion der Lymphknoten

Was passiert bei einer Lymphknotenpunktion?

Die Punktion der Lymphknoten ist die Entnahme eines kleinen Gewebebereichs aus dem Körper des Patienten, um die Art des Tumors und den Entwicklungsgrad der Krankheit näher zu untersuchen. Die Untersuchung ist auch ermöglich in Fällen, in denen andere Methoden (wie Ultraschalldiagnostik, Röntgendiagnostik usw.) eine genaue Diagnose nicht stellen können.

Lymphknoten sind runde Gebilde von 1 mm bis 2 cm Größe, in denen sich die Lymphgefäße verbinden. Sie fungieren als Barrieren für infektiöse und krebsartige Zellen. Dies geschieht durch schützende Zellen – Lymphozyten. Diese sind dazu bestimmt, fremde Zellen aus dem Körper zu zerstören. Die größten und wichtigsten Lymphknoten befinden sich im Nacken, in der Achselhöhle, in der Kniebeuge, in der Leistengegend und im Ellenbogen.

Was sind Indikationen für eine Punktion der Lymphknoten?

  • Lymphknotengröße 1 cm oder mehr
  • Lymphadenopathie (Vergrößerung der Lymphknoten), deren Ursache nicht bestimmt werden kann
  • vergrößerte Lymphknoten mit Verdacht auf einen Tumor
  • vergrößerte Lymphknoten und ähnliche Symptome wie bei einer Vergiftung
  • Bildung von Flüssigkeit

Folgende Störungen können Ärzte mithilfe einer Lymphknotenpunktion bestimmen:

  • bösartige Neubildungen;
  • infektiöse Prozesse;
  • die Natur des Neoplasmas;
  • das Vorhandensein von Metastasen.

Wie führen Ärzte die Punktion der Lymphknoten durch?

Eine Woche vor der Punktion soll der Patient die Einnahme von Antikoagulanzien (Substanzen, die die Blutgerinnung verhindern), entzündungshemmenden Arzneimitteln und anderen Arzneimitteln, die die Blutgerinnung hemmen, einstellen. Der Patient kann essen und trinken.

Die Punktion selbst erfolgt mit einer Spritze mit einer dünnen Nadel: Sie wird in den Bereich des Lymphknotens eingeführt und nimmt eine kleine Menge des Gewebes auf. Es gibt keine Narben nach dem Eingriff.

Die Haut wird mit einem Antiseptikum behandelt, eine Lokalanästhesie durchgeführt. Dann wird die Nadel unter der Kontrolle von Ultraschalldiagnostik in die erforderliche Tiefe eingetaucht. Danach verschicken sie das entnommene Material in einem Reagenzglas für eine zytologische oder histologische Untersuchung ins Labor.

Der Hauptvorteil dieser Methode ist ihre geringe Invasivität.

Eine Lymphknotenpunktion wird nicht durchgeführt bei Blutgerinnungsstörungen sowie bei bestehenden Entzündungsprozessen und Hautverletzungen an der Stelle der mutmaßlichen Punktion.

 

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