Brust, Mann

Pulmonaler Herzinfarkt

Was ist ein pulmonaler Herzinfarkt?

Ein pulmonaler Herzinfarkt (Lungeninfarkt) ist eine ischämische Nekrose des Lungenparenchyms, die meist zu einer Lungenembolie führt. Aufgrund des doppelten Lungenkreislaufs (Lungen- und Bronchialkreislauf) tritt der Lungeninfarkt nur in zehn Prozent der Fälle eines embolischen Verschlusses des Lungenkreislaufs auf, während in den restlichen 90 Prozent der Fälle der Bronchialkreislauf die Ernährungsbedürfnisse des Gewebes ausgleicht.

Wann tritt ein pulmonaler Herzinfarkt auf?

Bei Patienten mit Herzerkrankungen (Linksherzinsuffizienz, Mitralstenose), chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Tumoren oder schwerer Atherosklerose – bei denen die bronchiale systemische Zirkulation oder die alveoläre Ventilation beeinträchtigt ist – und unter der Voraussetzung, dass die Obstruktion eine sehr periphere Arterie (meist subpleural) betrifft, tritt der Lungeninfarkt häufiger auf. Blutungen (roter Herzinfarkt) sind immer vorhanden.

Welche Symptome gibt es bei einem Lungeninfarkt?

Die Symptome eines Lungeninfarkts sind:

  • Dyspnoe und Tachypnoe;
  • stechende Schmerzen im Brustkorb, die durch die Atmung aufgrund einer Pleuralreizung verstärkt sind;
  • Husten mit Bluthusten (durch Blutinfarkt der Lungenbläschen) und Fieber (durch Resorption von nekrotischem Material).

Die Diagnose umfasst Thoraxröntgen, Szintigraphie und Lungenangiographie. Lungeninfarkt-gefährdet sind Menschen mit erhöhtem Embolie-Risiko (Träger einer tiefen Thrombophlebitis oder Phlebotrombose, Frauen in der Spätschwangerschaft). Die Soforttherapie umfasst eine Lyse des Embolus mit Urokinase oder TPA in den ersten Stunden. Man löst einen pulmonalen Herzinfarkt mit einer Narbe auf, auf der ein Tumorprozess leichter ausgelöst werden kann.

 

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