Psychotherapie: Schematherapie

Was ist die Schematherapie?

Die Schematherapie ist eine von dem Psychologen Young entwickelte Psychotherapiemethode, die Patienten mit Persönlichkeitsstörungen helfen soll. Diese Art der Therapie umfasst Behandlungsmethoden wie die kognitive Verhaltenstherapie, psychoanalytische Theorie der Objektbeziehungen, Bindungstheorie, Gestalttherapie usw.

Welche Grundbegriffe der Schematherapie unterscheidet man?

  • Schema ist ein Modell des Denkens oder Verhaltens, das im Geist existiert, sowie ein System der Wahrnehmung von Informationen, die für das Individuum charakteristisch sind. Nach der Position von J. Young besteht die Funktion der Systeme darin, den Selbstschutz des Modells von Wahrnehmung, Emotionen und körperlichen Empfindungen zu gewährleisten. Schemata sind Überzeugungen und Gefühle über sich selbst, andere und die Welt, an die Menschen automatisch „intuitiv“ glauben, ohne Fragen zu stellen;
  • das nächste wichtige Konzept sind Bewältigungsstrategien: Unter ihnen versteht man im Behandlungsschema Verhaltensreaktionen auf die Schemata. Durch Bewältigungsstrategien bemühen sich die Menschen, ihre Position zu verbessern;
  • ein weiteres Konzept ist Modus. Modi repräsentieren bestimmte Denkweisen, in die Menschen stetig und schnell eintauchen. Modi sind Manifestationen der beschriebenen Schemata und Bewältigungsstrategien.

Was sind die Ziele dieser Therapieform?

Das Ziel der Schematherapie umfasst die Hilfe für Patienten, um tiefe emotionale Bedürfnisse zu befriedigen. Darüber hinaus wird die Lösung dieses Problems durch Schulung von Patienten in den folgenden Fähigkeiten durchgeführt:

  • Ablehnung von Bewältigungsstrategien, die den Kontakt mit Gefühlen blockieren;
  • eine angemessene Beschränkung gewalttätiger, impulsiver oder hyperkompensierender Schemata und Modi;
  • kritische, selbstbestrafende Schemata und Bewältigungsstrategien loswerden;
  • die Bildung gesunder Schema und Bewältigungsstrategien.

Eines der Hauptziele von Behandlungsschemata ist es, nicht adaptive Schemata durch gesündere zu ersetzen. Nicht adaptive Schemata entstehen in der Kindheit, sie können beispielsweise durch Erinnerungen an Traumata, Tragödien, Gewalt usw. verursacht werden. Infolgedessen behält eine Person auf Reflexniveau beim Erwachsenwerden die gebildeten Schemata und Modi bei, was auf unerfüllte Bedürfnisse in der Kindheit zurückzuführen ist.

Welche Techniken werden in der Schematherapie eingesetzt?

Die Schematherapie setzt Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, Psychodrama, Gestalttherapie, eingeschränkte Umerziehung, Rollenspiele usw. ein.

 

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