Psychotherapie: Langzeittherapie

Was ist eine Langzeittherapie?

Die Langzeittherapie ist eine Psychotherapie über einen längeren Zeitraum (bis zu 100 Sitzungen). Sie wird als regelmäßige Arbeit mit einem Psychotherapeuten ab 50 Sitzungen angesehen, die mindestens ein Jahr lang wöchentlich durchgeführt wird. Bei dieser Art der therapeutischen Interaktion treten die tiefen Veränderungen in der Persönlichkeit einer Person auf. Sie beginnt sich auf persönlicher Ebene zu verändern (Verhaltensmethoden, Kommunikation, Gewohnheiten, emotionale Manifestation usw.).

Eine Langzeittherapie ist in akuten Krisenzeiten angezeigt, wenn sexuelle, eheliche, berufliche oder psychosomatische Probleme auftreten, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Auch dann, wenn ein klarer Wunsch nach Veränderung besteht. Das Hauptziel der Langzeittherapie ist die mentale Entwicklung des Patienten.

Wann wird diese Therapieform durchgeführt?

Indikationen für eine Langzeitpsychotherapie sind schwere psychische Störungen wie Psychosen oder periodische und tiefe Depressionen. In diesen Fällen wird die Psychotherapie meistens mit einer medikamentösen Behandlung kombiniert und ist von Natur aus unterstützend. Eine langfristige Zusammenarbeit mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten ist auch dann erforderlich, wenn man mithilfe von psychologischen Mitteln eine Verbesserung der körperlichen Verfassung erwartet.

Wie verläuft eine Langzeittherapie?

Der Therapeut folgt dem Patienten bei der Auswahl eines Themas vollständig. Er konzentriert sich genau auf das, worauf sich der Patient konzentriert. Der Psychotherapeut lässt keine Werturteile zu und schiebt seine subjektiven und professionellen Vorstellungen über das „Richtige“ beiseite. Dies nennt man die Position der „bedingungslosen Akzeptanz“, die in ihrer reinen Form im „natürlichen“ Leben grundsätzlich nicht anzutreffen ist.

Was sind die Ziele der Therapie?

  • die Veränderung der Persönlichkeit als Ganzes
  • Veränderung der Wahrnehmung von sich selbst und der umgebenden Realität
  • eine Veränderung der persönlichen Werte und Prioritäten, oft begleitet von einer Veränderung der Lebensqualität und der fundamentalen Grundlagen, die bestimmen, wie eine Person mit sich selbst und bedeutenden anderen umgeht
  • Erhöhung des Selbstwertgefühls
  • Erhöhung der persönlichen Ressourcen in Bezug auf mögliche stressige Ereignisse in der Zukunft

Im Verlauf der Langzeitpsychotherapie wird einem Menschen allmählich klar, wer er ist und welches Potenzial er in verschiedenen Lebensbereichen besitzt. Zudem lernt er, wie er mit der Welt um sich herum umgeht und wie diese Interaktion aussehen muss, damit seine persönliche Zufriedenheit gewährleistet ist.

 

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