Psychotherapie: Kunsttherapie

Was ist die Kunsttherapie?

Die Kunsttherapie ist eine psychotherapeutische Behandlungsform, in der der Patient zum Beispiel durch die Gestaltung von Tonfiguren oder das Malen von Bildern Emotionen ausdrücken und verarbeiten kann. Die Therapieform ist ein Zweig der Psychologie, der dem Patienten hilft, seinen inneren Zustand zu verwirklichen, indem er ein Bild, Metaphern und Symbole schafft. Diese Therapieform löst gleichzeitig diagnostische und therapeutische Aufgaben.

Ziel der Kunsttherapie ist es, dem Patienten beizubringen, die Bedeutung seiner kunsttherapeutischen Produkte zu erkennen, zu verbalisieren und die Beziehung zwischen dem Dargestellten und seiner eigenen inneren Erfahrung zu verstehen. Kunsttherapiesitzungen sollten in einer sicheren Umgebung mit visuellen Materialien (Farben, Kreide, Ton, Plastilin, Stoffen, natürlichen Materialien) durchgeführt werden.

Bei welchen Erkrankungen wird diese Therapieform eingesetzt?

Kunsttherapie ist eine ziemlich tiefe Form der Psychotherapie, die die Basistherapie bei der Behandlung von Neurosen, Depressionen, Stresssituationen und verstärkter Angst ergänzt. Methoden der Kunsttherapie sind nützlich für Menschen mit:

  • Suchtverhalten;
  • Geistesstörungen;
  • verzögerte psychoemotionale Entwicklung;
  • Verhaltensstörungen.

Welche Arten der Kunsttherapie unterscheidet man?

Kunsttherapie ist mehr eine Persönlichkeitsentwicklung als eine Behandlung. Wie viele Richtungen in der Kunst existieren, so viele Richtungen können auch in der Therapie unterschieden werden:

  • Malen;
  • Farbtherapie: die Wirkung der Farbskala auf eine Person;
  • Musiktherapie – Musik hören;
  • Sandtherapie: Arbeit mit Sand;
  • Videotherapie: Filme ansehen, in denen Charaktere mit verschiedenen Problemen konfrontiert werden und nach Wegen suchen, diese zu lösen;
  • Tanz-, Foto-, Spieltherapie;
  • Märchentherapie – Analyse bestehender, fabelhafter Werke, Schaffung neuer;
  • Wortbehandlung;
  • Dramatherapie;
  • Maskentherapie;
  • Puppen basteln.

Durch den Selbstausdruck kann eine Person sich selbst von der Seite betrachten und die Problemsituation aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Die Kunsttherapie ist sowohl individuell als auch in Gruppen möglich.

Was ermöglichen Übungen und Kunsttherapietechniken?

  • Entwicklung von Selbstbeobachtung, um dem Patienten ein besseres Verständnis seiner eigenen Motive, Werte und Verhaltensstrategien zu vermitteln
  • Harmonisierung des emotionalen Zustands
  • Lösung interner Konflikte
  • Entwicklung der emotionalen Willenssphäre, emotionale Intelligenz, Verständnis der eigenen emotionalen Zustände und Gefühle
  • Offenlegung des persönlichen Potenzials des Patienten

Kunsttherapie hat weder Einschränkungen noch Kontraindikationen und ist eine sichere Methode zum Stressabbau.

 

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