Psychotherapie: kognitive Verhaltenstherapie

Was ist die kognitive Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenspsychotherapie ist eine der Hauptrichtungen der modernen Psychotherapie. Sie basiert auf den Bestimmungen der Verhaltenspsychologie. Im Mittelpunkt der kognitiven Therapieverfahren stehen unsere Kognitionen. Kognitionen umfassen unsere Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen.

Die kognitiven Therapieverfahren, zu denen die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und die rational-emotive Therapie (RET) gehören, gehen davon aus, dass die Art und Weise, wie wir denken, bestimmt, wie wir uns fühlen und verhalten und wie wir körperlich reagieren.

Was ist das Konzept der kognitiven Verhaltenstherapie?

Die kognitive Verhaltenstherapie ermöglicht es, gegebenenfalls die unbewussten, „automatischen“ Schlussfolgerungen des Patienten zu korrigieren. Das Hauptkonzept dieser Therapieform besteht darin, eine Person zu lehren, ihre fehlerhafte Verarbeitung von Informationen selbst zu korrigieren und den richtigen Weg zu finden, um ihre eigenen psychischen Probleme zu lösen.

Die Hauptaufgabe der kognitiven Verhaltenstherapie ist es, mit Gedanken zu arbeiten. Dies beinhaltet die Korrektur von Verzerrungen und Denkfehlern, welche letztendlich zur Bildung von adaptiveren, positiveren, konstruktiveren und lebensbejahenden Stereotypen weiteren Verhaltens führen.

Bei welchen Erkrankungen ist die kognitive Verhaltenstherapie wirksam?

Die kognitive Verhaltenstherapie wird häufig zur Behandlung verschiedener Krankheiten und Zuständen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt. Diese Krankheiten und Zustände umfassen:

Die kognitive Verhaltenstherapie kann mit anderen Möglichkeiten zur Behandlung von Depressionen kombiniert werden. Diese Methode wird auch zur Behandlung von Alkoholismus eingesetzt. Gleichzeitig eignet sich die kognitive Therapie auch für Patienten mit geringem Selbstwertgefühl, Beziehungsschwierigkeiten und Perfektionismus.

Ursprünglich wurde die kognitive Verhaltenstherapie ausschließlich als individuelle Beratungsform eingesetzt. Heute setzt man sie jedoch sowohl in der Familientherapie als auch in der Gruppentherapie ein.

Welche Strategien werden in der kognitiven Verhaltenstherapie angewendet?

Es gibt drei Hauptstrategien in der kognitiven Verhaltenstherapie: empirische Zusammenarbeit, sokratischer Dialog und geleitete Entdeckung:

  • Die empirische Zusammenarbeit ist ein partnerschaftlicher Prozess zwischen Patienten und Psychologen, durch den die automatischen Gedanken des Patienten aufgedeckt und durch verschiedene Hypothesen entweder gestärkt oder widerlegt werden.
  • Der sokratische Dialog ist ein Gespräch in Form von Fragen und Antworten, mit denen kann man: das Problem identifizieren; eine logische Erklärung von Gedanken finden; die Bedeutung der Ereignisse verstehen und wie sie vom Patienten wahrgenommen werden; das Verhalten des Patienten bewerten.
  • Das Wesentliche der geleiteten Entdeckung ist Folgendes: Mithilfe von kognitiven Techniken und Verhaltensexperimenten hilft der Psychologe dem Patienten, problematisches Verhalten zu klären, logische Fehler zu finden und neue Erfahrungen zu entwickeln. Der Patient entwickelt die Fähigkeit, Informationen richtig zu verarbeiten, anpassungsfähig zu denken und angemessen auf das zu reagieren, was geschieht.

 

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