Gestalttherapie

Die Gestalttherapie ist eine unabhängige und maßgebliche Richtung in der praktischen Psychologie, eine Synthese aus Psychoanalyse, Psychodrama und Ideen der Gestaltpsychologie. Sie ist eine Behandlungsform bei seelischen Erkrankungen. Die Patienten können z. B. durch das Arbeiten mit Knete ihren Gefühlen Ausdruck verleihen.

Was ist das Ziel der Gestalttherapie?

Die Hauptziele der Gestalttherapie sind die Wiederherstellung des normalen menschlichen Kontakts mit sich selbst, anderen und dem Leben und die Gewinnung von Lebensenergie. Diese Arbeit geschieht hauptsächlich durch die Arbeit mit tatsächlichen Gefühlen und körperlichen Manifestationen, obwohl oft auch die Arbeit mit Erinnerungen und Träumen involviert ist.

Laut Gestalttherapie ist eine Beschwerde/Erkrankung ein eindeutiges Signal oder ein Symptom eines gewohnheitsmäßigen Lebensstils, was ein echtes Problem darstellt.

Verständnis der Gestalttherapie

Kontakt und Kontaktgrenze sind Grundbegriffe der Gestalttherapie. Sie sind eng mit den Konzepten des Dialogs an der Berührungsgrenze und der Phänomenologie verbunden, die sich während des Treffens abspielt.

Die Gestalttherapie basiert auf folgenden Prinzipien:

  • Der Mensch ist ein mehrdimensionaler Organismus – psychologisch, sozial und spirituell. Jede Aufteilung in seine Bestandteile, zum Beispiel die Psyche und den Körper, ist künstlich.
  • Kontakt ist ein Grundkonzept der Gestalttherapie. Eine Person kann sich nur unter anderen Menschen entwickeln. Alle Grundbedürfnisse können nur im Kontakt erfüllt werden.
  • Bewusstsein ist das Bewusstsein des Einzelnen darüber, was im Körper und in der äußeren Umgebung geschieht. Bewusstsein ist kein intellektuelles Wissen über sich selbst und die umgebende Welt, sondern eine Erfahrung der Wahrnehmung der Reaktion der äußeren Umgebung, der inneren Prozesse des Körpers, der Gefühle und der mentalen Aktivität (Ideen, Bilder, Erinnerungen).
  • Das Prinzip „hier und jetzt“ bedeutet, dass alles, was für einen Menschen relevant ist: Gefühle, Handlungen, Gedanken, Fantasien in der Gegenwart auftreten. Je besser die Realität erkannt wird, desto größer ist die Möglichkeit, sich auf sich selbst zu verlassen.

Mit welchen Problemen arbeitet diese Therapieform?

  1. Persönlichkeitsprobleme in Beziehungen:
    • Konflikte, Streit, Einsamkeit, Trennung;
    • Schwierigkeiten beim Abschluss oder Aufrechterhalten einer Beziehung;
    • Depression, Panik, Apathie, Hypochondrie, Psychosomatik;
    • Arbeitsplatzverlust, Langeweile, Sehnsucht;
    • existenzielle Probleme.
  1. Suche und Verlust des Sinns des Lebens:
    • Verlust eines geliebten Menschen, Trauer, Tod, Selbstmord;
    • Entscheidungsschwierigkeiten, Verantwortungsbewusstsein, Schwere des Lebens.

 

 

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