Prostata: Prostatektomie

Was ist die Prostatektomie?

Bei Prostatakrebs wird am häufigsten eine Prostatektomie durchgeführt. Die Prostatektomie ist die Entfernung der Prostata, einer männlichen Geschlechtsdrüse, die einen Teil des Samensekretes produziert.

Prostatakrebs ist ein bösartiger Tumor, der sich in den peripheren Teilen der Prostata entwickelt, sodass die klinischen Manifestationen des Tumors in den späten Stadien der Krankheit auftreten. Wenn die Größe des Neoplasmas zunimmt, tritt eine Kompression der Harnröhre auf, was zu Schwierigkeiten beim Urinieren und zum Zurückhalten des Urins führt.

Die Keimung eines Tumors in der Schleimhaut von Blase und Rektum kann zu Blutungen führen. Darüber hinaus kann sich ein Prostatatumor im gesamten Körper ausbreiten, wobei Metastasen in den Lymphknoten, Knochen, Lungen und der Leber auftreten.

Welche Arten der Prostatektomie gibt es?

Die Wahl der Behandlung für Prostatakrebs wird durch das Stadium des Tumorprozesses bestimmt. Es gibt zwei grundlegende Ansätze zur Prostatektomie: offene (radikale) Prostatektomie oder laparoskopische Chirurgie.

  • Bei lokalisiertem Prostatakrebs wird eine offene Operation (radikale Prostatektomie) durchgeführt, bei der man die Prostata mit Samenbläschen, umgebendem Fettgewebe und Beckenlymphknoten entfernt.
  • Die Laparoskopie (Bauchspiegelung) ist eine minimalinvasive Operation, bei der der Chirurg mit Werkzeugen arbeitet, die durch fünf bis sechs kleine Schnitte im Bauchraum in den Körper des Patienten eingeführt werden. Durch eines dieser Löcher wird eine spezielle Röhre mit einer Lampe und einer Kamera eingeführt (Laparoskop) und durch die anderen Öffnungen die verwendeten chirurgischen Instrumente. Im Vergleich zur offenen Prostatektomie hat die laparoskopische Operation eine kürzere Erholungszeit sowie weniger Blutungen und weniger postoperative Narben.

Wie erfolgt die Rehabilitationszeit nach der Operation?

Während der Heilungsperiode ist davon abzuraten, selbstständig zu urinieren. Daher wird ein durch die Harnröhre eingeführter Katheter für sieben bis zehn Tage in der Blase belassen. Nach dem Entfernen des Katheters darf der Mann am nächsten Tag das Krankenhaus verlassen.

Komplikationen nach radikaler Prostatektomie sind selten. Nach der Durchführung dieser Operation kann sich Impotenz entwickeln. Die Hauptmethode zur Verhinderung der Entstehung von Impotenz ist die Durchführung der sogenannten nervensparenden Prostatektomie. Diese kann nur bei Patienten mit normaler Potenz vor der Operation durchgeführt werden.

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