Prostata: gutartige Vergrößerung (Hyperplasie)

Was ist eine Prostatahyperplasie?

Die Prostatahyperplasie ist eine Vergrößerung von Prostatazellen unter Bildung von Knötchen unterschiedlicher Größe und Dichte. Mit zunehmender Größe komprimiert die Drüse den Bereich der Harnröhre, was manchmal zu erheblichen Schwierigkeiten beim Wasserlassen führt (bis zur vollständigen Beendigung). Die Erkrankung geht mit einer Vielzahl von Problemen beim Schlaf und der Lebensqualität einher.

Der Grund für die Entstehung einer Prostatahyperplasie sind hormonelle Veränderungen, die im Körper eines Mannes mit zunehmendem Alter auftreten: eine Abnahme des Spiegels der männlichen Geschlechtshormone (Testosteron) bei gleichzeitiger Zunahme der weiblichen (Östrogen). Mit zunehmendem Alter steigt die Eintrittswahrscheinlichkeit.

Was sind Manifestationen einer gutartigen Vergrößerung der Prostata?

Ein typisches Syndrom dieser Krankheit ist die Schwierigkeit beim Wasserlassen, bis hin zur völligen Unmöglichkeit einer unabhängigen Blasenentleerung. Manchmal klagen Patienten mit Hyperplasie über häufiges Wasserlassen, insbesondere nachts sowie ein Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung nach dem Wasserlassen.

Darüber hinaus kann bei einigen Patienten, die an einer gutartigen Vergrößerung der Prostata leiden, Blut im Urin auftreten. Symptome einer Prostatahyperplasie treten nicht sofort auf. Daher kann die Krankheit für einige Zeit asymptomatisch sein, sodass die Entwicklung des charakteristischen Krankheitsbildes erst im Verlauf der Krankheit auftritt.

Wie therapiert man eine Prostatahyperplasie?

Die Therapie der Prostatahyperplasie wird in zwei Arten unterteilt – konservativ und chirurgisch. In den frühen Stadien der Krankheit setzt man die medikamentöse Therapie ein. Die medikamentöse Behandlung verwendet Medikamente, die eine Entspannung der Prostata verursachen, sowie Medikamente, die die Wirkung männlicher Geschlechtshormone auf das Prostatagewebe verringern.

Die chirurgische Entfernung von Adenomen ist auf verschiedene Arten durchführbar:

  • Transurethrale Resektion der Prostata: Während dieser Operation wird ein spezielles Instrument entlang der Harnröhre durchgeführt. Mithilfe einer Schleife, durch die ein hochfrequenter elektrischer Strom unter Sichtkontrolle fließt, wird das Gewebe der hyperplastischen Prostata durchtrennt, das in das Harnröhrenlumen hineinragt und das Wasserlassen erschwert. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose.
  • Holmium-Enukleation der Prostata wird endoskopisch durchgeführt (d. h. ohne Hauteinschnitte). Mit einem Holmium-Laser verlagert man die Prostatahyperplasie in die Blase, wo sie zerkleinert und dann mit einem Spezialwerkzeug entfernt wird.
  • Laserverdampfung ist für ältere Patienten mit schweren Begleiterkrankungen angezeigt. Bei dieser Operation wird das adenomatöse Gewebe nicht entfernt, sondern mit einem Laser verdampft.
  • Installation von Prostatastents: Hierbei führt man einen Metallstent in die Prostataharnröhre ein. Der Prostatastent dehnt das adenomatöse Gewebe mechanisch aus und stellt das Lumen der Harnröhre wieder her. Infolgedessen können Patienten auf natürliche Weise urinieren und ohne Drainage leben.

 

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