Progressive supranukleäre Blickparese

Was ist eine progressive supranukleäre Blickparese?

Die progressive supranukleäre Blickparese (PSP) ist eine degenerative Erkrankung des Gewebes des Zentralnervensystems, die kognitive Funktionen, Sehapparate und andere anatomische Strukturen beeinträchtigt. Die Krankheit entwickelt sich häufig bei älteren Patienten und schreitet stetig fort.

Das klinische Bild beruht auf der Akkumulation von abnormalem Protein in den Gehirnzellen. Die wichtigsten negativen Folgen dieser biochemischen Veränderungen sind atrophische Veränderungen im Gehirngewebe. Man nimmt an, dass zusätzlich zu einer erblichen Veranlagung für die Krankheit Risikofaktoren im Zusammenhang mit dem Lebensstil und den Umweltbedingungen des Patienten bestehen.

Mit welchen klinischen Anzeichen geht eine PSP einher?

Die ersten Manifestationen der Krankheit sind gewöhnlich mit einer beeinträchtigten motorischen Aktivität verbunden:

  • Ungleichgewicht beim Gehen: Das Symptom reicht von leichten Gangstörungen bis zu häufigen Stürzen;
  • Unfähigkeit, sich auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren.

Zusätzliche Anzeichen und Symptome für eine progressive supranukleäre Blickparese können der Parkinson-Krankheit und Demenz ähnlich sein. Diese Manifestationen schreiten auch mit der Zeit voran:

  • Unsicherheit in der Bewegung;
  • Probleme beim Sprechen und Schlucken;
  • Überempfindlichkeit gegen Licht;
  • Schlafstörung;
  • Verlust des Interesses;
  • impulsives Verhalten, einschließlich unangemessener emotionaler Manifestationen;
  • Gedächtnisstörungen und beeinträchtigte intellektuelle Funktionen;
  • Depression und Angst;
  • Störung des Gesichtsausdrucks.

In späteren Stadien können lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Diese negativen Folgen umfassen die folgenden Beschwerden:

  • Sturzgefahr;
  • Aspirationspneumonie vor dem Hintergrund einer Verletzung des Schluckreflexes. Speisereste gelangen in das Lungengewebe und verursachen eine gefährliche Infektion;
  • Atemversagen bei neurodegenerativen Veränderungen;
  • Lungenembolie (Verstopfung der Arterien in der Lunge).

Um diese Komplikationen zu vermeiden, muss der Patient sorgfältig behandelt werden.

Wie behandelt man eine progressive supranukleäre Blickparese?

Die Hauptbehandlung zielt darauf ab, die Symptome zu unterdrücken und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Behandlungsmöglichkeiten umfassen:

  • Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit: Das sind Medikamente, die die Konzentration von Mediatoren im Zentralnervensystem erhöhen;
  • die Einführung von Botox in einzelne Muskeln zur Unterdrückung von Krämpfen;
  • Brillen mit bifokalen oder prismatischen Linsen.

Ein chirurgischer Eingriff ist in Fällen möglich, in denen eine Muskelplastik, die Entfernung von Neoplasmen oder Aneurysmen erforderlich ist.

Zu den Rehabilitationsmethoden zählt man:

  • Physiotherapie zur Verbesserung des Zustands der Atemmuskulatur;
  • spezielle Übungen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts;

Die Prognose einer progressiven supranukleären Blickparese ist oft ungünstig.

 

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