Primär sklerosierende Cholangitis

Was ist eine primär sklerosierende Cholangitis?

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine Erkrankung, bei der eine Entzündung (und anschließend die Entwicklung einer Fibrose – Narbengewebe) in den Gallengängen der Leber auftritt, die zur Entwicklung einer Leberzirrhose führt. Die Galle aus der Leber gelangt in den Dünndarm. Männer im Alter ab 40 Jahren erkranken häufiger.

Die wahre Ursache für die Entwicklung der Krankheit ist nicht bekannt. Zu den provozierenden Faktoren gehören: Vererbungsfaktor, Einfluss von Virusinfektionen, Autoimmunreaktionen des Körpers, Wirkung von Toxinen.

Wie manifestiert sich eine primär sklerosierende Cholangitis?

Die Krankheit kann lange Zeit ohne störende Symptome auftreten. Im Verlauf des pathologischen Prozesses treten eine Reihe von Symptomen auf:

  • allgemeine Schwäche, Schläfrigkeit;
  • Gelbsucht (gelbe Hautfärbung);
  • Hautjuckreiz, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust;
  • Fieber, Schmerzen im rechten Hypochondrium.

Bei den meisten Patienten schreitet die Krankheit langsam voran und kann zu Leberversagen, wiederkehrenden Infektionen und Tumoren des Gallenbaums und der Leber führen.

Wie diagnostiziert man diese Krankheit?

Zur Diagnose führt man eine Analyse der Krankengeschichte sowie eine körperliche Untersuchung durch. Dazu zählen: eine allgemeine Blutuntersuchung und eine biochemische Blutuntersuchung, Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane sowie Computer- und Magnetresonanztomographie (MRT) der Gallenblase und der Gallenwege.

Worauf basiert die Behandlung dieser Pathologie?

Die Grundlage der Behandlung ist: Beseitigung des Entzündungsprozesses, Wiederherstellung des normalen Ausflusses von Galle und Entfernung toxischer Substanzen aus dem Körper des Patienten.

Die Behandlungsmethoden werden vom behandelnden Arzt in Abhängigkeit von der Schwere des Prozesses festgelegt. Die Therapie kann konservativ oder chirurgisch sein. Während der konservativen Behandlung verschreibt der Arzt Bettruhe und eine Diät-Therapie. In der medikamentösen Therapie verwendet man:

  • nach Indikationen: Glukokortikosteroide (entzündungshemmende Medikamente), Immunsuppressiva;
  • antibakterielle Medikamente, krampflösende Mittel, fettlösliche Vitamine, Kalziumpräparate;
  • Medikamente gegen Juckreiz der Haut.

Die chirurgische Behandlung ist im Falle einer Verstopfung der Gallenwege und der Unwirksamkeit einer konservativen Behandlung anzuwenden. Wenn die Leberfunktion stark beeinträchtigt ist, kann eine Lebertransplantation für einige Menschen die einzige Option sein. Die Transplantation ist eine Operation, bei der das betroffene Organ entfernt und an seiner Stelle ein gesundes Spenderorgan transplantiert wird.

 

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