Posttraumatische Belastungsstörung

Was sind posttraumatische Belastungsstörungen?

Posttraumatische Belastungsstörungen (engl. Posttraumatic stress disorder) sind seelische und körperliche Störungen, die Folge eines extremen Ereignisses, bzw. einer extremen seelischen Belastung sind. Die posttraumatische Belastungsstörung ist die abnorme Art und Weise, Psychotraumata auszuleben, anstatt sich auf die normale Erfahrung und Genesung einzulassen. Die posttraumatische Belastungsstörung verursacht irreversible Veränderungen in den physiologischen, mentalen, persönlichen, beruflichen, zwischenmenschlichen und sozialen Aspekten des menschlichen Lebens.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine posttraumatische Belastungsstörung?

Es gibt bestimmte Faktoren, die das Risiko erhöhen, eine posttraumatische Belastungsstörung zu erleiden. Dazu gehören:

  • Persönlichkeitsakzentuierung (gering ausgeprägte Form der Persönlichkeitsstörung);
  • Soziopathie;
  • die geistige Entwicklung ist unterdurchschnittlich;
  • chemische Abhängigkeiten;
  • eine Geschichte von psychischen Störungen (Gene);
  • traumatische Erfahrung;
  • Kinder oder Alter;
  • die schwierige sozioökonomische Situation einer Person, Familie, Gesellschaft;
  • Isolation zum Zeitpunkt der Verletzung;
  • unzureichende Reaktion der Umwelt (Anreize für Patientenreaktionen) und verspätete oder falsche Unterstützung;
  • eine Person wird absolut apathisch und gleichgültig gegenüber allem, selbst gegenüber dem, was zuvor großes Interesse hervorgerufen hat;
  • ein Gefühl der Einsamkeit und Distanziertheit.

Welche Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung manifestieren sich?

  • ständige Erinnerungen an einen erlebten Notfall
  • man versucht auf jede Weise, Situationen oder Handlungen zu vermeiden, die mit dem tragischen Ereignis verbunden sind
  • solche Personen haben eine Schlafstörung, sie sind heimgesucht und haben eine ausgeprägte Überlastung des Nervensystems
  • Anzeichen von Erschöpfung des Nervensystems, Unfähigkeit, sich sozial an neue Bedingungen anzupassen

Welche Diagnostik soll durchgeführt werden?

Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung wird gestellt, wenn das Opfer Kriterien aufweist, die während der klinischen Beobachtung derjenigen, die Naturkatastrophen überlebt haben oder an Kriegseinsätzen teilgenommen haben, festgelegt wurden. Bei der Untersuchung solcher Patienten muss ein Arzt besonders taktvoll sein, da jede Erinnerung an die erlebte Tragödie eine zusätzliche traumatische Auswirkung auf ihre Psyche hat.

Wie lässt sich die posttraumatische Belastungsstörung behandeln?

Die Hauptbehandlungsmethode ist die Psychotherapie. Es ist notwendig, mit der Normalisierung zu beginnen, d. h. mit einer Diskussion der Gefühle und Emotionen des Opfers und ihrer Normalität. Dabei muss man dem gegenüber Patienten ein hohes Einfühlungsvermögen zeigen und dabei sein geringes Selbstwertgefühl und seine psychische Anfälligkeit berücksichtigen. Zudem ist es wichtig, die individuelle Geschichte jeder Person zu beachten. Die Behandlung dieser Störung erfordert einen integrierten Ansatz.

Um Depressionen zu vermeiden, werden dem Patienten Antidepressiva, schlafnormalisierende Medikamente und gegebenenfalls Antipsychotika verschrieben. Auch während Gruppen– und Familienpsychotherapie-Sitzungen lassen sich hervorragende Ergebnisse bei der Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen erzielen.

Manchmal kommt es vor dem Hintergrund einer posttraumatischen Belastungsstörung zur Entstehung von Drogen- oder Alkoholabhängigkeit, zu häufigen Gesetzeskonflikten, zum Zerfall der Familie aufgrund einer Abwertung der zwischenmenschlichen Beziehungen und des Familienlebens. Betroffene Patienten können außerdem zu vermehrten Konflikten und aggressivem Verhalten und manchmal zu suizidalen Gedanken tendieren.

 

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