Polymyalgie

Was ist rheumatische Polymyalgie?

Rheumatische Polymyalgie ist eine entzündliche Erkrankung des Bewegungsapparates, die durch die Entwicklung von starken Schmerzen in verschiedenen Muskelgruppen und Bewegungseinschränkungen verursacht wird. Die Krankheit tritt insbesondere bei Frauen im Alter über 50 Jahren auf.

Was sind die Ursachen für die Entwicklung einer Polymyalgie?

Zur genauen Entstehung einer Polymyalgie ist bislang noch wenig bekannt. Vermutet wird eine Kombination aus erblichen und äußeren Einflussfaktoren als Ursache für diese Erkrankung. Die Entstehung der Krankheit wird durch schwere Infektionskrankheiten begünstigt. Als sekundäre Auslöser einer Polymyalgie gelten:

  • Alter;
  • Geschlecht (Frauen sind häufiger betroffen als Männer);
  • genetische Veranlagung;
  • Ethnizität (die Krankheit ist häufiger bei Menschen in den skandinavischen Ländern und Nordeuropa zu finden).

Welche Symptome manifestieren sich bei der rheumatischen Polymyalgie?

Die Krankheit ist durch ein plötzliches Auftreten gekennzeichnet. An einem gewissen Punkt beginnt die Person, starke Muskelschmerzen in verschiedenen Teilen des Körpers zu verspüren, die zu Steifheit und Bewegungseinschränkungen führen. Folgende Symptome sind kennzeichnend für diese Erkrankung:

  • akute, schneidende, ziehende Schmerzen in der Schulter, im Unterarm, im unteren Rücken, im Gesäß oder in den Hüften;
  • die Schmerzen sind morgens stärker und nehmen im Laufe des Tages ab;
  • eingeschränkte Mobilität;
  • Muskelsteifheit, auch wenn diese nicht länger anhalten sollte;
  • das Auftreten einer Steifheit im Bereich von Handgelenk und Kniegelenk.

Darüber hinaus können betroffene Patienten über allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, depressive Verstimmung, nächtliche Schweißausbrüche, erhöhte Körpertemperatur und Fieber klagen.

Wie läuft die Diagnosestellung ab?

Im ersten Schritt klärt der Arzt, ob andere Krankheiten mit ähnlichen klinischen Symptomen auszuschließen sind. Körperliche Untersuchungen und eine Anamnese sind erforderlich. Zudem müssen Schmerzen in zwei oder mehr Muskelgruppen vorliegen, bevor der behandelnde Arzt die endgültige Diagnose stellt. Im Blut betroffener Patienten sind erhöhte Blutsenkungsreaktion (BSR) und eine moderate Anämie (Blutarmut) feststellbar.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bei Polymyalgie gibt es?

Zur Therapie der Krankheit kommen niedrig dosierte orale Kortikosteroide (entzündungshemmende Mittel) zum Einsatz. Wenn sich der Zustand des Patienten verbessert, verringert der Arzt die Dosis nach zwei oder vier Wochen Behandlung. Die Dauer der medikamentösen Behandlung darf nicht länger als drei Jahre betragen, da ihre Anwendung zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels, Diabetes mellitus, Grauem Star (Katarakt) und Depression führen kann. Die Behandlung erfordert die strikte Einhaltung aller ärztlichen Empfehlungen, den Verzicht auf ungesunde Angewohnheiten und eine Umstellung der Ernährung.

 

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