Polycythämia vera

Was ist Polycythämia vera?

Polycythämia vera ist eine Blutpathologie. Eine Form der Leukämie (Blutkrebs), die durch eine Zunahme der Anzahl roter Blutkörperchen im peripheren Blut, eine Zunahme des Blutvolumens und eine Tendenz zur Thrombose gekennzeichnet ist.

Bisher gibt es keine verlässlichen Gründe für das Auftreten einer Polycythämia vera. Am häufigsten sind ältere Menschen von Polycythämia vera betroffen, sie tritt jedoch auch bei jungen Menschen und Kindern auf.

Wodurch entsteht diese Erkrankung?

Eine wichtige Rolle beim Auftreten einer Polycythämia vera spielt die Vererbung. Die Krankheit wird häufig bei mehreren Familienmitgliedern und bei Menschen mit Chromosomenstrukturstörungen diagnostiziert. Die prädisponierenden Faktoren sind:

  • physikalische Faktoren (Röntgenstrahlung);
  • chemische Faktoren: industriell (Farben) und medizinisch (langjährige Verwendung von Antibiotika);
  • biologische Faktoren (Viren, Tuberkulose, Darminfektionen, chirurgische Eingriffe, Stress usw.).

Mit welchen spezifischen klinischen Anzeichen läuft eine Polycythämia vera ab?

Die Krankheit kann lange Zeit asymptomatisch sein und wird zufällig bei der Untersuchung auf eine andere Krankheit erkannt. Die Patienten klagen über Tinnitus (Ohrgeräusch), Kopfschmerzen und Sehstörungen. Ein charakteristisches Anzeichen der Krankheit ist die Rötung der Schleimhäute, des Gesichts und der Hände.

Andere klinischen Symptome der Krankheit umfassen:

  • Schwäche, Hautjucken;
  • rote Farbe der Haut und der Schleimhäute;
  • Anstieg des Blutdrucks;
  • vergrößerte Milz und Leber;
  • Blutung jeglicher Lokalisation;
  • eine Zunahme der Anzahl roter Blutkörperchen, Hämoglobin, Blutplättchen.

Die Diagnose der Krankheit basiert auf einer Laborblutuntersuchung.

Wie lässt sich diese Erkrankung behandeln?

Die Therapie konzentriert sich auf die Grunderkrankung, die zu einer Erhöhung der Produktion roter Blutkörperchen geführt hat. Darüber hinaus führt man eine Behandlung durch, um die Blutviskosität des Patienten zu verringern und das Risiko schwerwiegender Komplikationen – die Bildung von Blutgerinnseln und Blutungen – zu minimieren.

 

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