Plantarfasziitis

Was ist Plantarfascitis?

Plantarfasziitis (auch: Plantarfascitis) ist eine Erkrankung, die durch eine Entzündung der Plantarfaszie (Sehnenplatte) verursacht ist. Das bedeutet, das faserige Gewebe ist entzündet, das die innere Muskulatur des Fußes umgibt und vom Fersenbein (Ferse) bis zu den Zehen reicht. Diese Struktur hat eine wesentliche Funktion beim Gehen, da sie eine der Hauptverantwortlichen für die Aufrechterhaltung des Fußgewölbes ist. Dies tut sie, indem sie die Energie, die beim Auftreffen des Fußes auf den Boden entsteht, absorbiert und zurückgibt. Darüber hinaus ist die Muskulatur für den Schutz der Mittelfußknochen verantwortlich, indem sie eine übermäßige Zehenbeugung verhindert.

Es gibt viele Faktoren, die Schmerzen in der Ferse verursachen können, angefangen von der Faszie, die im Fersenbein selbst eingesetzt ist, bis hin zum Schleimbeutel, der sich zwischen diesem Knochen und den Muskeln befindet. Zudem können der Knochen selbst (aufgrund eines Bruchs oder einer Zyste) oder die Nerven, die diesen Bereich durchqueren und übermäßigem Druck ausgesetzt sind, zu Neuralgien führen.

Wie macht sich eine Plantarfasziitis bemerkbar?

Eines der Merkmale der Plantarfasziitis ist, dass diese Verletzung sehr schmerzhaft ist. Der Schmerz setzt im inneren Bereich der Ferse, der Stelle, an der die Plantarfaszie eingesetzt ist, ein. In den ersten sechs Monaten sind die Schmerzen morgens und treten beim Aufstehen und bei den ersten Schritten auf. Ursache ist die Steifheit der Faszie, die sich nachts verkürzt. Nach den ersten sechs Monaten treten die Schmerzen bei sämtlichen täglichen Aktivitäten auf.

Der Schmerz geht gewöhnlich mit einer leichten Schwellung, Rötung und Empfindlichkeit im unteren Bereich der Ferse einher. Bei Sportlerinnen und Sportlern treten die Schmerzen erst morgens und nach dem Ausüben der sportlichen Aktivität auf, so dass Sie in der Regel mit der Aktivität fortfahren können.

Die Schmerzen wirken sich sehr negativ auf die Lebensqualität aus, weil Betroffene aufgrund der Schmerzen, die sie verursachen, nicht mehr die gewohnte körperliche Aktivität ausüben können. Dies kann auch emotionale Auswirkungen haben. Da es viele Menschen gibt, die Sport nutzen, um Angst und Stress abzubauen, und angesichts der Plantarfasziitis ist es oft notwendig, die sportliche Aktivität zu reduzieren.

Die Plantarfasziitis ist eine der häufigsten Pathologien, die in der Fußsprechstunde behandlungsbedürftig sind. Tatsächlich werden zwischen 20 und 30 % der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben an Plantarfasziitis leiden.

Was sind Gründe für diese Fußerkrankung?

Hinter der Plantarfasziitis stehen meist allgemeine Ursachen, wie

  • Übergewicht,
  • der Grad der Intensität der körperlichen Aktivität, die wir ausüben, oder
  • die Verwendung ungeeigneten Schuhwerks.

Darüber hinaus kann es weitere biomechanische Ursachen geben oder sie können aufgrund der Fußform auftreten. Zum Beispiel Füße mit einem stark abgeflachten Fußgewölbe, Füße, die eine Zunahme der Steifheit oder eine Verkürzung bestimmter Muskeln aufweisen, sind häufig betroffen.

Kann ich Plantarfasziitis vorbeugen?

Wir können diesem Problem vorbeugen, indem wir geeignetes Schuhwerk (flaches Schuhwerk) tragen, die Belastungsschwelle unserer Plantarfaszie nicht überschreiten und manchmal orthopädische Einlagen verwenden.

Darüber hinaus weisen Experten darauf hin, dass wir dieses Problem verhindern können, indem wir Übergewicht reduzieren sowie uns einer Behandlung bei einem Hallux valgus oder einer Asymmetrie der unteren Gliedmaßen unterziehen und die Muskeln der hinteren Beine dehnen.

Wie diagnostiziert der Facharzt die Fersenschmerzen?

Die Diagnose der Plantarfasziitis stellt der Mediziner durch eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Zuerst fragt der Spezialist den Patienten, wie lange er/sie die Schmerzen schon hat und ob es irgendeinen Faktor gab, der sie ausgelöst hat. Anschließend führt er eine klinische Exploration und eine Untersuchung des Gangs durchgeführt. Damit möchte er Faktoren erkennen, die den Stress und die Spannung der Plantarfaszie erhöhen , wie z. B. eine verkürzte hintere Beinmuskulatur, einen Hallux valgus, eine Asymmetrie der unteren Extremitäten, usw.

Schließlich wird eine Röntgenaufnahme angefertigt, um zu sehen, ob ein Sporn, eine Zyste oder eine Fraktur vorliegt. Mittels eines Ultraschalls kann der Arzt darüber hinaus den Zustand der Faszie, des Fersenschleimbeutels und der Nervenäste beurteilen. Mit diesem Test kann der Spezialist erkennen, ob die Faszie verdickt, vernarbt oder gerissen ist.

Behandlung einer entzündeten Sehnenplatte

Die erste Maßnahme, die bei einer Plantarfasziitis zu ergreifen ist, ist Ruhe. Darüber hinaus setzen Ärzte in der Regel eine Kombination aus entzündungshemmenden Medikamenten mit verschiedenen physiotherapeutischen Behandlungen ein. Letztere zielt darauf ab, die Faszienentzündung in der akuten Phase dieser Erkrankung zu lindern.

 

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