Pilzinfektionen außen

Wo nisten sich Pilze außen ein?

Es gibt diverse Stellen am Körper, die von Pilzen befallen werden können. Typische Nistplätze für Pilzinfektionen außen sind:

  • zwischen den Zehen;
  • an Fuß- und Fingernägeln;
  • im Gehörgang;
  • zwischen den Fingern;
  • in Hautfalten;
  • in den Achselhöhlen;
  • unter großen, hängenden Brüsten;
  • unter Bauchfalten und im Nabel;
  • in der Gesäßfalte und im äußeren Genitalbereich;
  • in der Leistenbeuge;
  • bei Babys in der Nasszone der Windeln.

Wie lassen sich Pilzinfektionen außen erkennen?

Recht einfach lässt sich eine Pilzinfektion außen auf der Haut erkennen, solange sie das typische Erscheinungsbild beibehält: runde, flechtenähnliche, oft juckende Hautausschläge. Schwieriger wird es bei hartnäckigen, untypischen Entzündungen, allergischen Hautreaktionen oder nicht heilenden Geschwüren. Hier können Hefepilze die Ursache sein (müssen aber nicht).

Der behandelnde Arzt hat die heikle Aufgabe, die Beschwerden seines Patienten richtig einzuordnen. Das aber fällt nicht leicht, sind diese Beschwerden oft unklar und nicht exakt zu benennen. Deshalb muss hier häufig das Labor mit einer Analyse weiterhelfen.

Pilze mögen Menschenfüße

Als wohl beliebtesten Siedlungsort am menschlichen Körper schätzen Pilze die Füße, vor allem die Zwischenräume der Zehen. Fußpilz ist mit 60 Prozent die häufigste Pilzerkrankung der Haut. Zwischen den Zehen finden die Hefepilze ihre Lieblingsbedingungen: feucht, warm, weich und dunkel.

Aber auch andere Pilze oder Bakterien können zwischen den Zehen für Entzündungen sorgen. Wenn es also zwischen den Zehen ungebührlich juckt, und die Haut gereizt oder gar angegriffen ist, muss erst einmal der Urheber ermittelt werden: Ist der parasitäre Mitbewohner identifiziert, lässt er sich auch gezielt vertreiben.

Siedlungsraum: Fuß- und Fingernägel

Richtig hartnäckig zeigen sich Pilzinfektionen außen, wenn sie einen Nagel an Zehen oder Finger befallen haben. Auch diese Pilzinfektion gibt sich nicht so leicht zu erkennen: Von zwölf Millionen Betroffenen in Deutschland wissen vermutlich zwei Drittel nicht, dass die sichtbare, sehr störende Veränderung der Nagelplatte auf einer Pilzinfektion beruht.

Seit einigen Jahren werden Nagelpilzerkrankungen mit einem medizinischen Nagellack behandelt. Er ist in jeder Apotheke rezeptfrei zu bekommen und die Anwendung ist einfach: Wie normaler Nagellack aufgetragen, ist er in einer Minute trocken. Der medizinische Nagellack ist praktisch unsichtbar. Wer will, kann mit farbigem Nagellack problemlos darüber lackieren.

Zarte Babyhaut: von Pilzen gern genommen

Warm und feucht, dazu zarte, menschliche Haut – so würden Pilze ihr Paradies beschreiben. Und genauso sieht es unter den Windeln aus. Wenn Po und Genitalien oder sogar die Beinchen des Säuglings wund sind und spezielle Wundcremes keine Wirkung zeigen, kann es sich um eine Pilzerkrankung handeln. Um dem Kind Schmerzen zu ersparen, sollte ein Arzt auf Pilze prüfen.

Doch es müssen noch lange keine Pilze sein, die hinter solch einer Entzündung der Haut unter den Windeln (Windeldermatitis) stecken. Auch unverträgliche Badeseife, Babyöl und andere Mittel können Babyhaut irritieren.

 

Autorin:

Brigitte Müller

 

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