Phytotherapie

Was ist die Phytotherapie?

Die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode. Sie befasst sich mit der Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten durch Anwendung von Pflanzen, Pflanzenteilen und deren Zubereitungen.

Bei der Phytotherapie handelt es sich um eine Methode zur Behandlung verschiedener menschlicher Krankheiten, die auf der Verwendung von Heilpflanzen und deren komplexen Präparaten beruht. Heilpflanzen können in frischer, getrockneter Form sowie durch die Gewinnung ihrer Wirkstoffe in einer einfachen Verarbeitung, die die Struktur des natürlichen Komponentenkomplexes bewahrt, verabreicht werden.

Was sind Phytopräparate?

Phytopräparate sind das Endprodukt, das bei der Verarbeitung von Pflanzenmaterial anfällt und der Heilung von Krankheiten dient. Das Material kann als ganze Pflanze verwendet werden oder als seine Einzelteile, ätherische Öle und Extrakte. Biologisch aktive Substanzen sind Bestandteile, die in Pflanzenzellen vorkommen. Sie sind die wichtigsten Einflussfaktoren, die dazu beitragen, während der Behandlung das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Dazu gehören Alkaloide, ätherische Öle, organische Säuren, Vitamine, Glykoside und andere.

Bei der Anwendung von pflanzlichen Arzneimitteln wirken sie sanft und langsam auf den menschlichen Körper ein. Eine langfristige kontinuierliche Anwendung begünstigt die vollständige Heilung schwerer Krankheiten.

Aufgrund der allmählich ausgeglichenen Wirkung auf den gesamten menschlichen Körper entfalten Kräuterpräparate eine therapeutische Wirkung und vervielfachen den Widerstand des Körpers. Sie sind in der Lage, Selbstheilungs- und Erneuerungsmechanismen auf zellulärer Ebene auszulösen, die es ermöglichen, nicht nur für das erkrankte Organ, sondern auch für die Arbeit anderer lebenserhaltender Systeme für einen bestimmten Zeitraum zu arbeiten.

Welche Erkrankungen kann die Phytotherapie behandeln?

Phytopräparate werden nach sorgfältiger Untersuchung der Person und Feststellung ihrer genauen Diagnose eingesetzt. Es sollte auch die Neigung des Patienten zu allergischen Reaktionen, abnormalem Stuhlgang, Anstieg oder Abfall des Blutdrucks sowie eine Unverträglichkeit der einzelnen Bestandteile des Arzneimittels berücksichtigt werden. Mithilfe von Heilpflanzen lassen sich folgende Erkrankungen behandeln:

  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems;
  • Erkrankungen der Schilddrüse;
  • Gefäßerkrankungen, Durchblutungsstörungen;
  • Krankheiten des Urogenitalsystems;
  • Erkrankungen des Lymphsystems;
  • Hautkrankheiten sowie viele äußere Krankheiten aufgrund mechanischer Schäden wie Verbrennungen, Schnitten, Bissen und anderen;
  • Vitamingleichgewicht;
  • Schwäche des Immunsystems, Viruserkrankungen, insbesondere im Zeitraum Herbst bis Frühling.

Was ist bei der Einnahme von Phytopräparaten zu beachten?

Die meisten Pflanzen verwendet man zur Herstellung von Abkochungen oder Tinkturen. Davon nimmt der Patient etwa einen Esslöffel zusammen mit einem Glas Wasser ein. Bei der Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts erfolgt die Einnahme der Phytopräparate auf leeren Magen. Sofern Pflanzen in ihrer Zusammensetzung fettlösliche Vitamine enthalten, werden sie nach einer Mahlzeit getrunken. Morgens werden Psychostimulanzien (Substanzen, die eine anregende Wirkung auf den Organismus haben) eingenommen. Abends nehmen Patienten Beruhigungsmittel und Hypnotika (Schlafmittel) ein.

Welche Vorteile der Pflanzenheilkunde gibt es?

  • der Hauptvorteil der Behandlung mit Kräuterpräparaten ist ihre Natürlichkeit und Umweltfreundlichkeit
  • bei einer solchen Behandlung treten praktisch keine Nebenwirkungen auf. Die Hauptsache ist, die Präparate in richtiger Dosierung und nach ärztlicher Empfehlung zu verwenden
  • ein längerer Einsatz der Phytotherapie schadet dem Körper nicht, wohingegen pharmakologische Präparate abhängig machen können
  • die Medikamente der Phytotherapie sind weit verbreitet und kostengünstiger.

 

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