Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen

Was ist Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen?

Die Physiotherapie ist eine Kombination von Methoden zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten unter Verwendung rein physikalischer Faktoren: elektrischer Strom, magnetische Strahlung, Licht, Wärme, Luft usw. Die Verwendung von Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen verbessert die Prognose bei Patienten, verringert den Prozentsatz der Behinderung und steigert die Lebensqualität.

Welche physiotherapeutische Verfahren wendet man bei neurologischen Erkrankungen an?

Neurologische Erkrankungen sind pathologische Prozesse, die das menschliche Nervensystem (zentral und / oder peripher) betreffen. In folgenden Gebieten kommt die Physiotherapie zum Einsatz:

In der Neurologie wird die Stimulation mit elektrischem Strom oder Magnetfeldern durchgeführt. Mit diesen Methoden kann man die Kontraktionsfähigkeit des Muskelgewebes aufrechterhalten und die Blutversorgung normalisieren.

Bei Neuropathie (eine Verletzung der peripheren Nerven, die durch eine andere Ursache als eine Entzündung verursacht wird) und Neuralgie (starke Schmerzen, die durch einen beschädigten oder gereizten Nerv verursacht werden) werden neben der elektrischen Stimulation auch Schmerzmittel eingesetzt.

Zustände nach Verletzungen des zentralen oder peripheren Nervensystems: In dieser Situation sind auch die Anästhesie, die Normalisierung des Muskeltonus, die Wiederherstellung beschädigter Nervenbahnen und deren Leitung, die Verbesserung der Blutversorgung sowie die Wiederherstellung verlorener Funktionen relevant. Aktiv angewendet:

  • Anregung mit einem starken Magnetfeld und elektrischem Strom;
  • Lasertherapie als starkes Biostimulans;
  • Elektrophorese (das Arzneimittel wird nicht oral eingenommen oder injiziert, sondern durch intakte Haut unter Verwendung schwacher Stromentladungen in den betroffenen Bereich injiziert).

Weitere Einsatzgebiete der Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen

Bei ischämischen Schlaganfällen wendet man die Physiotherapie bereits in der frühen Erholungsphase an. Sie zielt darauf ab, Gefäßkrämpfe zu beseitigen, die Hautempfindlichkeit und Motorik wiederherzustellen und den Muskeltonus zu normalisieren. Man verwendet:

  • Massage der Gliedmaßen;
  • magnetische oder elektrische Stimulation der Extremitäten von der Seite der Parese;
  • Magnetfeldtherapie mit geringer Intensität an den Gliedmaßen.

In der späten Rehabilitationsphase fügt man der Behandlung Wasseranwendungen (Bäder und Duschen) sowie eine Wärmetherapie hinzu.

Diabetische Polyneuropathie (periphere Nervenschäden): Bei diesem Symptomkomplex besteht das Hauptziel der Behandlung darin, die Durchblutung und den Gewebetrophismus zu verbessern, das Lumen der Gefäße zu erweitern und zu betäuben. Folgende Behandlungsmethoden sind zugeordnet:

  • Magnetfeldtherapie;
  • Massage der Gliedmaßen;
  • elektrische Stimulation;
  • Wärmetherapie.

Was sind Gegenanzeigen zur Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen?

Die Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen ist bei folgenden Zuständen kontraindiziert:

  • Geisteskrankheit im akuten Stadium;
  • allgemeiner schwerwiegender Zustand;
  • Fieber;
  • das Vorhandensein von Neubildungen,
  • für die Elektrotherapie – ein Schrittmacher, Metallimplantate im Bereich des Aufpralls;
  • bei der Magnetfeldtherapie – Hypotonie (niedriger Blutdruck);
  • allergische Reaktionen auf die vorgeschlagene pharmakologische Medikation;
  • Verletzung der Integrität der Haut im Bereich der Manipulation;
  • Blutungen.

 

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