Physiotherapie bei Kleinkindern

Was ist Physiotherapie?

Die Physiotherapie ist ein eigenständiges medizinisches Fachgebiet, das die positiven Auswirkungen verschiedener äußerer Einwirkungen auf den Körper untersucht. Natürliche oder künstliche Naturkräfte werden häufig zur Vorbeugung und Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt: das sind Luft, Wasser, Mineralien, künstlicher Strom, Ultraschall, Magnetfelder usw. Diesen physiotherapeutischen Effekt nutzt man auch bei der Physiotherapie bei Kleinkindern. Sie gilt als wirksame Ergänzung zur medizinischen Behandlung.

Welche Krankheiten werden mit Physiotherapie bei Kleinkindern behandelt?

Eine Physiotherapie bei Kleinkindern wendet man bei der Behandlung der folgenden Krankheiten an:

  • HNO-Erkrankungen: Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen), Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut), Mandelentzündung;
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Haltungsstörungen, Skoliose;
  • Erkrankungen des Nervensystems;
  • in der Dermatologie und Allergologie: Neurodermitis, Atemwegsallergie;
  • Erkrankungen der Sehorgane: Akkommodationskrämpfe usw.

Welche physiotherapeutischen Verfahren gelten für Kleinkinder?

Von den ersten Lebenstagen an können Ärzte ein Kind auf Elektrotherapie, Massage und physiotherapeutische Übungen verweisen, auch:

  • Die Elektrotherapie: Die gebräuchlichste physiotherapeutische Methode ist die Arzneimittelelektrophorese. Damit wird dem Baby das Medikament injiziert – durch Gleichstrom. Bei kleinen Patienten wählen Physiotherapeuten speziell eine geringere Stromdichte.
  • Die Lasertherapie ist eine therapeutische Anwendung eines Lichtstrahls, der aus ultravioletten und infraroten Strahlungsspektren besteht. In der pädiatrischen Praxis wird die Lasertherapie aktiv bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen bei Kindern wie Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis eingesetzt. Die Lasertherapie wird häufig bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bei Kindern unterschiedlichen Alters eingesetzt. Eine Kontraindikation für die Anwendung der Lasertherapie sind Blutkrankheiten, die mit einer Verletzung der Gerinnbarkeit einhergehen, da der Laserstrahl die Durchblutung und Beweglichkeit verbessert.
  • Das Wesen der Magnetfeldtherapie besteht darin, bestimmte Körperteile einem wechselnden oder pulsierenden Magnetfeld niedriger Frequenz auszusetzen. In diesem Fall zeigt sich eine analgetische, entzündungshemmende und antiödematöse Wirkung. Ein magnetisches Wechselfeld verwendet man für neurologische Erkrankungen, chronische Erkrankungen der inneren Organe, Orthopädie und Traumatologie, Erkrankungen der Augen, HNO-Organe, Hautkrankheiten und Verbrennungen. Die Dauer des Eingriffs beträgt zehn bis 15 Minuten. Die Methode ist für Kinder ab einem Jahr geeignet.
  • Baden: Das Bad dauert lediglich fünf bis acht Minuten, da kleine Kinder sich sehr leicht abkühlen lassen.
  • Massage: Die Vorteile dieser therapeutischen Methode wurden bereits bei Säuglingen jeden Alters ab der Geburt nachgewiesen.
  • Ultraschall-Therapie ist die Verwendung von mechanischen Schwingungen mit ultrahoher Frequenz (Ultraschall) für therapeutische Zwecke. Ultraschall-Therapie wird bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke, Frakturen und deren Folgen, Erkrankungen der Atemwege, der Verdauung und der HNO-Organe eingesetzt.

Was sollte man beachten?

Unter Berücksichtigung des Biorhythmus sollte man die jeweiligen Behandlungsmethoden am besten morgens eine Stunde vor dem Füttern oder eine Stunde nach dem Essen durchführen. Nach der Behandlung kann sich das Baby besser entspannen.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Kinderheilkunde / Kinder- und Jugendmedizin
Physiotherapie bei Kindern und Jugendlichen
Physikalische und Rehabilitative Medizin (Facharzt)