Physikalische Therapieverfahren

Was sind derartige Therapieverfahren?

Physikalische Therapieverfahren werden häufig als Hilfsmittel bei der Behandlung von Krankheiten verschiedener Systeme und Organe eingesetzt. Man setzt sie in der postoperativen Zeit und während der Rehabilitation des Patienten nach einer Krankheit oder Verletzung ein. Dank der physikalischen Therapieverfahren steigt die Wirksamkeit der Behandlung und der Heilungsprozess verläuft schneller.

Welche Erkrankungen behandeln physikalische Therapieverfahren?

Physikalische Therapieverfahren zielen auf Behandlung und Vorbeugung ab von:

  • katarrhalischen Erkrankungen und Aktivierung des Immunsystems;
  • Antritis und Asthma bronchiale;
  • Schmerzen in der Wirbelsäule;
  • Neuritis des Gesichtsnervs;
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  • degenerativen und dystrophischen Erkrankungen des Bewegungsapparates;
  • gynäkologischen und urologischen Erkrankungen;
  • kosmetischen Defekten auf der Haut;
  • Stress, emotionaler und nervöser Anspannung;
  • neurologischen Erkrankungen;
  • Gefäßerkrankungen wie Krampfadern, Angiopathien oder der Raynaud-Krankheit;
  • Zuständen nach Frakturen.

Welche Arten der physikalischen Therapieverfahren unterscheidet man?

  • Die TENS-Therapie ist eine transkutane (d. h. über die Haut durchgeführte) elektrische Nervenstimulation. Man wendet sie an, um die Kontraktionsfähigkeit der betroffenen Nerven und Muskeln wiederherzustellen und Schmerzen neurologischen oder posttraumatischen Ursprungs zu beseitigen.
  • Die Magnetfeldtherapie ist eine physiotherapeutische Methode, die auf der Einwirkung eines Magnetfeldes beruht. Sie regt die Durchblutung des Gewebes an, lindert Ödeme, Entzündungen und Schmerzen. Die Magnetfeldtherapie wird zur Behandlung von Verletzungen, neurologischen Erkrankungen und Herzerkrankungen sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt und ermöglicht die Steigerung der körperlichen Aktivität.
  • Myostimulation ist die Wirkung eines schwachen Impulsstroms auf die Muskeln, der deren Kontraktion verursacht. Diese Therapie kräftigt die Muskeln bei fehlender aktiver körperlicher Anstrengung. Der Gewebetonus wird wiederhergestellt, der Stoffwechsel verbessert und die Muskelüberlastung beseitigt.
  • Gepulste Kurzwellentherapie hilft bei posttraumatischen Zuständen (Verstauchungen, Blutergüssen, Frakturen, Hämatomen, Abschürfungen usw.) und fördert die Wundheilung. Sie wird häufig nach Operationen an Kiefer und Gliedmaßen sowie bei einigen Arten von Entzündungen angewendet. Diese Therapie ist auch für Patienten mit Kreislaufstörungen angezeigt.
  • Amplipulstherapie ist eine Art der Elektrotherapie, bei der die Wirkung auf den Körper mithilfe von Amplitudenpulsationen variabler mittelfrequenter Ströme (Frequenz von zwei bis fünf kHz) erfolgt. Diese Therapie verbessert die Lymphe und die Durchblutung im betroffenen Bereich. Zudem hilft sie dabei, Schmerzen zu lindern.

Weitere Verfahren aus der Physik

  • Lasertherapie bedeutet Belichtung mit einem gerichteten Lichtstrahl (Laser). Dadurch werden die wichtigsten biochemischen Prozesse im Körper aktiviert, Gewebe erneuert, ihre Vitalität wiederhergestellt und Selbstregulationsmechanismen aktiviert.
  • Ultraschall-Therapie.
  • Phonophorese ist eine Kombination von Ultraschall mit der Wirkung von Medikamenten oder Kosmetika. Ultraschall erhöht die Wirksamkeit der Medikamente.
  • Elektrophorese ist die Verabreichung von Arzneimitteln unter Verwendung von elektrischem Gleichstrom.
  • UHF-Therapie ist Physiotherapie mit hochfrequentem elektromagnetischem Feld. Man verwendet sie zur Behandlung von Entzündungen, Verletzungen, Ischias und Neuralgien.
  • UV-Therapie ist die Exposition des Körpers mit ultravioletter Strahlung. Sie erhöht die Infektionsresistenz des Körpers, aktiviert das Hormonsystem und den Stoffwechsel. Außerdem wendet man diese Therapie an, um Vitamin-D-Mangel auszugleichen und dermatologische Erkrankungen zu behandeln.
  • Massage.
  • Akupunktur ist eine Behandlungsmethode, die bei Patienten mit Polyneuropathie, Migräne, Kopfschmerzen, Schlaganfällen sowie schwerem sportlichem Stress angewendet wird.

Welche Gegenanzeigen für physikalische Therapieverfahren gibt es?

 

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